"Lassen uns nicht ins Abseits stellen"
Engagierte Elternvertreter aus Deutschlandsberg kämpfen darum, dass im gesamten Bezirk die Neue Mittelschule eingeführt wird. Sie fürchten eine Abwanderung von Schülern.

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Wir lassen uns nicht in das bildungspolitische Abseits stellen", zeigt sich Elfi Mußbacher, Elternvereinsobfrau in der Hauptschule I in Deutschlandsberg, kämpferisch. "Alle neun Hauptschulen im Bezirk Deutschlandsberg müssen zu Neuen Mittelschulen umgewandelt werden."
Bereits vor zwei Jahren wandten sich engagierte Deutschlandsberger an Landesschulrats-Präsident Wolfgang Erlitz. Im Vorjahr wurden Unterschriften für dieses Anliegen gesammelt und der zuständigen Landesrätin Elisabeth Grossmann übergeben. Diese erklärte damals, das Anliegen der Eltern weitertragen zu wollen. "Bei mir rennen sie offene Türen ein."
Allein - ein Jahr später ist man im Bezirk Deutschlandsberg weit davon entfernt, flächendeckend den neuen Schultyp zu erhalten. Dem Vernehmen nach könnte die Neue Mittelschule in zwei, drei Hauptschulen eingeführt werden - allerdings erst ab dem übernächsten Schuljahr im Herbst 2012. "Sollte dies nur an einigen Standorten der Fall sein, können die Nachbarschulen zusperren", fürchtet Karin Auer, die als Mutter und Pädagogin beide Seiten an den Schulen kennt.
Man fürchtet nämlich, dass einige wenige Neue Mittelschulen im Bezirk den anderen Hauptschulen die Schüler wegnehmen. Und dass zahlreiche Kinder in umliegenden Bezirken Neue Mittelschulen oder AHS-Unterstufen besuchen werden - was zum Teil schon jetzt der Fall ist und Schwierigkeiten für die Schüler, deren Eltern und auch die Gemeinden, die Schulgeld bezahlen, bedeutet.
Kommenden Dienstag soll es in dieser Causa in Graz eine Entscheidung geben, die regionalen Politiker wollen sich jedenfalls für die flächendeckende Neue Mittelschule in den Bezirken Deutschlandsberg und auch Leibnitz einsetzen. Dort ist laut LAbg. Peter Tschernko an fünf von 14 Hauptschulen die Neue Mittelschule geplant. "Man muss diesen Schultyp aber in der gesamten Region einführen", fordert Tschernko ebenso wie sein Deutschlandsberger Kollege Manfred Kainz.
Landesschulrat zuständig
Was sagt die Bildungslandesrätin? Elisabeth Grossmann war gestern für keine Stellungnahme erreichbar. "Die Sache fällt in die Zuständigkeit des Landesschulrates", so ihre Mitarbeiterin Eva Riegler. Dort war gestern niemand zu sprechen...









