Ein Alltagstraining für Migrantinnen
Projekt "Alltagstraining" des Vereins Freiraum im Finale der Verleihung des österreichischen Integrationspreises.
Die Freude bei Eva Surma und Sandra Jakomini von der Leibnitzer Frauenberatungsstelle "Freiraum" ist groß. Der Grund: Die Maßnahme "Alltagstraining" im Rahmen ihres Projektes "Frauen wandern zu" wurde heuer für den Österreichischen Integrationspreis nominiert. Und hat es unter rund 600 Einsendungen ins Finale der besten 16 Projekte geschafft. "Am 8. Juni fällt dann die endgültige Entscheidung, aber für uns ist schon das Finale schlichtweg super", so Surma.
Im Rahmen von "Frauen wandern zu" (unterstützt vom Europäischen Integrationsfonds und dem Bundesministerium für Inneres) werden Migrantinnen unterstützt, um den Alltag in den Griff zu bekommen. Wichtiges Ziel dabei ist die Beseitigung der Sprachbarriere. Und genau hier setzt das Projekt "Alltagstraining" an. Surma: "Die Frauen treffen sich mit muttersprachlichen und österreichischen Trainerinnen, besprechen Themenkreise und erarbeiten diese gemeinsam in der Praxis. Da geht es etwa um Arztbesuche, Behördenwege, Elternsprechtage, Mobilität oder Einkaufen in Leibnitz", weiß Surma.
Und Jakomini ergänzt: "In Deutschkursen lernen Migrantinnen zwar Theorie und Grammatik, und das Erlernte können sie im Übungsbuch auch gut einsetzen. Im Alltag, wenn es darum geht mit Menschen zu reden, scheitern sie aber sehr oft. Weil beispielsweise aufeinmal Dialekte dazukommen oder schnell gesprochen wird. Und dann entsteht unnötiger Stress." Mit dem Alltagstraining will man ein Werkzeug bieten, sich im Dialog im Alltag helfen zu können. "Und es funktioniert", freuen sich die Beiden.








