Kirche geht nach draußen
Als Reaktion auf die Austrittswelle 2010 stellen sich Vertreter der katholischen Kirche am 28. Jänner der Diskussion - auch in Leibnitz.

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Vor einigen Tagen kam die endgültige Bestätigung: 15.103 Steirer - und damit so viele wie seit Jahrzehnten nicht - haben im Vorjahr ihre Mitgliedschaft bei der katholischen Kirche aufgekündigt. Die Missbrauchsfälle, die 2010 die katholische Kirche erschüttert hatten, waren für viele, wie vorauszusehen, der Hauptgrund. "Die meisten haben aber angegeben, dass zu ihrer Entscheidung vielfältige Motive geführt hätten", erklärt Bischofsvikar und Pastoralamtsleiter Heinrich Schnuderl. Wenig Bezug zur Kirche, Schwierigkeiten mit Lehren der Kirche, persönlich schlechte Erfahrungen mit Vertretern der Kirche - für viele sei es auch angesichts von Wirtschaftskrise und Zukunftsängsten der Kirchenbeitrag gewesen.
Reagieren will die katholische Kirche darauf nun mit einer Gesprächsoffensive, die kommenden Freitag, dem 28. Jänner, steiermarkweit stattfindet. Dabei wollen Diözesanvisitator Franz Neumüller und Herbert Beiglböck, Wirtschaftsdirektor der Diözese, auch in Leibnitz (siehe Info-Kasten) mit Interessierten - auch Nicht-Katholiken - über brisante Themen und über die Zukunft der Institution diskutieren.
Die Kirche wolle damit deutlich machen, dass sie durch die Missbrauchskrise und die hohen Austrittszahlen nicht gelähmt sei, sondern sich konstruktiv den gesellschaftlichen Herausforderungen stelle, heißt es seitens der Diözese dazu. "Wir weichen diesen Themen nicht aus. In verschiedenen Dialogrunden wurden sie schon thematisiert. Doch einfache Lösungen gibt es nicht", betont Pastoralamtsleiter Schnuderl.
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MITEINANDER REDEN
Das offene Regionalgespräch mit Diözesanvisitator Franz Neumüller und Wirtschaftsdirektor Herbert Beiglböck findet am 28. Jänner (18 Uhr) im Sparkassensaal in Leibnitz statt.
Weitere Termine und Infos unter www.katholische-kirche-steiermark.at







