Ferkelzucht bleibt Thema
Erst am Freitag hatte das Projekt "PIG Ferkelzucht" für Schlagzeilen gesorgt, weil die für Donnerstag abend im Jugendgästehaus (Jufa) Leibnitz anberaumte Infoveranstaltung kurzfristig abgesagt worden war.

Foto © APA
Aus "veranstaltungstechnischen Gründen" wie es im Jufa hieß. Nun war das Projekt wieder Thema, diesmal in einer Pressekonferenz von Nationalrat Josef Muchitsch (SP), der als Mitstreiter Landwirt Toni Hubmann an seiner Seite hatte. Und für Muchitsch ist klar: "Ich würde den Betreibern empfehlen, von dem Projekt aus moralischen und wirtschaftlichen Gründen Abstand zu nehmen. Es regt sich enormer Widerstand. Ein Verfahren wird lange dauern und viel Geld kosten."
Der Abgeordnete steigt gegen das Projekt auf die Barrikaden: "Tierfabriken verdrängen unsere Klein- und mittelstrukturierten landwirtschaftlichen Familienbetriebe. Noch katastrophaler wird es, wenn Tierfabriken in der Nähe von Wasserschongebieten und Trinkwasserbrunnen errichtet werden sollen." Eine parlamentarische Anfrage an Minister Nikolaus Berlakovich wurde bereits getätigt.
Auch für Hubmann ist klar: "Politik und Entscheidungsträger müssen wissen, ob man die klein- und mittelstrukturierte Landwirtschaft halten will. Oder ob man zehn Prozent haben will, die sich auf Massentierhaltung spezialisieren."
Peter Irgang, Sprecher der PIG Ferkel Gmbh, kontert: "Muchitsch agiert, ohne die gesamten Fakten zu kennen. Wir haben das kommende UVP-Verfahren umfassend vorbereitet und planen, einen Musterbetrieb zu errichten. Auch Maßnahmen für den Wasserschutz sind vorgesehen." B. KUZMICKI









