Schweinefabrik: Parlamentarische Anfrage kommt
Geplante "Mega-Schweinefabrik mit 2100 Zuchtsauen und über 50.000 Ferkeln" soll verhindert werden. SPÖ-Muchitsch stößt sich an großem Zuchtbetrieb im Wasserversorgungsgebiet.

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Der steirische SPÖ-Abgeordnete und Gewerkschafter Josef Muchitsch will eine parlamentarische Anfrage an Umweltminister Nikolaus Berlakovich (V) richten, um die Errichtung einer geplanten "Mega-Schweinefabrik mit 2100 Zuchtsauen und über 50.000 Ferkeln" im südsteirischen Gralla zu verhindern. Die Errichtung vertrage sich nicht mit der klein- und mittelstrukturierten Landwirtschaft in der Region und der Wasserversorgung im Leibnitzer Feld. Es brauche "keine weiteren Tierfabriken in unserer Genussregion", so Muchitsch am Freitag bei einer Pressekonferenz in Leibnitz.
Tierhaltung
Muchitsch war bereits im vergangenen Sommer aktiv geworden und hatte die Mitglieder der Regierungsparteien des parlamentarischen Landwirtschaftsausschusses zu einer Diskussion nach Gralla eingeladen. Tierhaltung gehöre "in bäuerliche Hand und nicht in die von Kapitalgesellschaften, die nur auf Profit aus sind. Noch katastrophaler wird es, wenn Tierfabriken in der Nähe von Wasserschongebieten und Trinkwasserbrunnen - wie in Gralla geplant - errichtet werden sollen". Das Vorhaben in Gralla soll in einem Gebiet realisiert werden, aus dem die Leibnitzer Feld Wasserversorgung GmbH mehr als 100.000 Menschen mit Trinkwasser versorgt, das ist ein Wahnsinn", so Muchitsch.
Er werde deshalb eine parlamentarische Anfrage in zwölf Punkten an Agrarminister Berlakovich richten. Außerdem sollen "bisherige Förderungen bei Tierfabriken und zur künftigen Vorgehensweise des zuständigen Ministers zu dieser österreichweiten Problematik" thematisiert werden, so der SPÖ-Abgeordnete. Es werde wesentlich mehr an Parteistellungen im Verfahren geben, als die Projektwerber vermuten würden, sagte Muchitsch. Unterstützung bekam er vom Landwirt und Chef von "Tonis Freilandeier", Toni Hubmann, der auch Berater des parlamentarischen Landwirtschaftsausschusses ist. Hubmann meinte, es müssten "endlich gesetzliche Grundlagen für eine gute und ehrliche Lebensmittelproduktion in Österreich geschaffen werden", dies sei auch im Interesse aller Konsumenten.









