Neuer Ärger um Stall-Infoabend
Am kommenden Donnerstag (18 Uhr) stellt die PIG Ferkel GmbH im Jugendgästehaus in Leibnitz ihr umstrittenes Stall-Projekt vor. Die Gegner fühlen sich wieder gefrotzelt.
Offenbar will man die Leute für dumm verkaufen. Es ist eine reine Alibi-Aktion", war Grallas Bürgermeister Hubert Isker gestern "verschnupft". Allerdings nicht wegen der Temperaturen - sondern wegen der Info-Veranstaltung der PIG Ferkel GmbH am kommenden Donnerstag (18 Uhr). Der erste Anlauf war vor eineinhalb Wochen nach wenigen Minuten abgebrochen worden, im viel zu kleinen Saal im Heurigen Gramm hatte es tumultartige Szenen gegeben.
Nun versuchen es die Projekt-Betreiber um Tierarzt Peter Irgang und Peter Holler noch einmal. Allerdings nicht, wie von Orts-Chef Isker angeboten, in der Mehrzweckhalle in Gralla, sondern im Jugend- und Familiengästehaus (Jufa) in Leibnitz.
Aber: Auch dort sei zu wenig Platz, zudem sei der Termin viel zu spät bekannt gegeben worden. Und außerdem so gewählt, dass viele Interessenten keine Zeit hätten, zum Infoabend zu kommen. "Ich vermute, das Ganze wird wieder gesteuert. Anscheinend geht man davon aus, dass der eine oder andere Gralliger nicht ins Jugendgästehaus kommen kann", ist Bürgermeister Isker verärgert. "Wir lassen uns nicht aussperren und wollen die Bevölkerung der gesamten Region aufrufen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen", erklärt auch Walter Ultes, Sprecher der Bürgerinitiative "Nein zur Schweine-Fabrik in Gralla".
Keine Absicht
Peter Holler beschwichtigt: "Von uns steckt keine Absicht dahinter." Er hatte Isker am vergangenen Freitag informiert. Heute macht die Gemeinde in einem Flugblatt auf den Termin aufmerksam. "Wir wollten den Infoabend möglichst schnell veranstalten", so Holler. Und zwar noch vor der Bürgerversammlung der Projektgegner am 14. Dezember (19 Uhr) in der Mehrzweckhalle in Gralla.
Laut Holler hätte die PIG-Information zunächst im Hugo-Wolf-Saal in Leibnitz stattfinden sollen, dieser sei allerdings besetzt gewesen. Aber auch in dem Saal im Jugendgästehaus sollten seinen Angaben zufolge 250 Leute Zuhörer finden. Dort bestreitet man dies aber: "150 Leute wurden angekündigt, ein Seminarraum für 120 Personen wurde reserviert. Die Jugendgästehäuser empfahlen, ins Diesel-Kino auszuweichen", heißt es beim Jufa.









