Mehr Sport als Wellness
Die private Bürgerinitiative für ein Sporthallenbad im Bezirk Leibnitz fürchtet, dass das Projekt verwässert wird und fordert mehr Mitsprache.
Die Zeit drängt: Noch heuer soll in der Regionalversammlung der Großregion Süd-Weststeiermark der weitere Fahrplan für die Umsetzung eines Hallenbades im Bezirk Leibnitz besprochen werden. Das ist zumindest das erklärte Ziel der Kernraumgemeinden inklusive Leibnitz, die als Entscheidungshilfe eine umfangreiche Studie in Auftrag gegeben haben. Das rund 10.000 Euro teure Papier soll klären, unter welchen Voraussetzungen sich ein Hallenbad beim Standort Freibad am sinnvollsten errichten und betreiben lässt (wir berichteten).
Die private Interessensgemeinschaft für ein Sporthallenbad im Bezirk Leibnitz, die die öffentliche Debatte vor drei Jahren losgetreten hatte, verfolgt die neuesten Entwicklungen mit gemischten Gefühlen. "Wir haben die Befürchtung, dass das Projekt als Wellness-Verschnitt enden wird", meint Sprecherin Ingrid Dobler, die ihre Mitstreiter Donnerstagabend auf Schloss Seggau zu einem Informationsaustausch geladen hatte. Um diese "Verwässerung" zu vermeiden, hofft die Bürgerinitiative, ihre Ideen in die Entscheidungsfindung einbringen zu dürfen. "Schließlich haben 4000 Menschen dafür unterschrieben", peilt Dobler demnächst sogar die Gründung eines Vereins an.
Wichtigste Forderung bleibt ein 50-Meter-Sportbecken: "Der finanzielle Aufwand ist nicht der doppelte, der Nutzen aber umso größer", ist Dobler überzeugt. Für die notwendige Auslastung soll ein angeschlossener Therapiebereich, eventuell mit einem virtuellen Delfinarium wie in Mariazell sorgen.








