Die Stimme(n) der Frauen
Mit Hertha Ferk (46) und Tamara Strohmayer (33) ziehen erstmals zwei Frauen in das höchste Entscheidungsgremium der Diözese ein.
Jahrelang war es eine Domäne, die den Männern vorbehalten war, jetzt wird sich das ändern. Mit Hertha Ferk (46) und Tamara Strohmayer (33) ziehen zwei Frauen in das Konsistorium der Diözese Graz-Seckau, das höchste Entscheidungsgremium der Kirchenführung, ein. Bischof Egon Kapellari hat die beiden Steirerinnen offiziell mit September in ihre neuen Funktionen berufen. Das Konsistorium, das künftig 17 Mitglieder hat, berät den Bischof in wichtigen Entscheidungen und gilt quasi als "Vorstand der Diözese".
Regen Austausch mit dem Diözesanbischof betreibt Ferk seit Jahren. 2007 übernahm die Grazerin die Leitung der Kirchenbeitragsorganisation - und ist in Österreichs katholischer Kirche die einzige Frau in dieser Funktion. Ihre Berufung ins Konsistorium sieht die dreifache Mutter als "tolles Zeichen der Wertschätzung allen Frauen gegenüber". In dem Gremium will sie ein "Transportmittel für die Stimmung an der Basis" sein. "In der Kirchenbeitragsorganisation kriegt man das gut mit. Gerade in letzter Zeit war das nicht immer die leichteste Aufgabe", sagt Ferk.
Die Leibnitzer Pastoralassistentin Tamara Strohmayer wird mit 33 Jahren das derzeit jüngste Mitglied des Konsistoriums sein. Frauen sieht sie für die Einrichtung als Gewinn. "Wir werden uns gegenseitig bereichern", freut sie sich auf ihre Chance, "Kirche in der Steiermark mitzugestalten". Die gebürtige Eisenerzerin lebt seit ihrem sechsten Lebensjahr in der Südsteiermark und wird ab September nicht nur ins Konsistorium einziehen, sondern auch die Leitung des Amtes Junge Kirche übernehmen.
Features
ZU DEN PERSONEN
Hertha Ferk, geboren 1963 in Graz, leitet seit 2007 die Kirchenbeitragsorganisation der Diözese Graz-Seckau.
Tamara Strohmayer, geboren 1977 in Eisenerz, ist Pastoralassistentin in Leibnitz und leitet künftig das Amt Junge Kirche.








