Der Beginn in einer neuen Heimat
Qualifiziert und motiviert: zwei Migrantinnen erzählen, wie sie ihren beruflichen Start in der neuen Heimat Österreich erleben.
Es gibt immer einen Weg", lautet das Thema des Integrationsfrühstückes, zu dem die Frauenberatungsstelle Leibnitz des Vereines "Freiraum" mit Eva Surma und Sandra Jakomini geladen hat. Davon sind auch die beiden Referentinnen überzeugt, obwohl sie dafür viel Mut, Ausdauer, Zielstrebigkeit und Kraft aufbringen mussten und müssen.
Elena Chevkova lebt seit 13 Jahren in Österreich. Die gebürtige Russin hat in ihrer alten Heimat eine pädagogische Ausbildung abgeschlossen und als Deutsch-Lehrerin gearbeitet. Und dachte, sie könne ihren Beruf überall ausüben. Das ging zwölf Jahre lang nicht, erst seit Beginn des Jahres wird durch ein bilaterales Abkommen zwischen Österreich und Russland ihre Ausbildung auch hierzulande anerkannt.
Daniela Gheorge-Coman lebt seit zwei Jahren in Österreich. Die gebürtige Rumänin hat in ihrer Heimat Medizin studiert, den Abschluss gemacht und auch drei Jahre lang gearbeitet. Weil ihr Mann in Österreich arbeitete kam sie hierher und blieb. Weil sie aus einem EU-Land kam wurde ihre Ausbildung in Österreich anerkannt. Jetzt muss sie allerdings noch eine Deutsch-Prüfung ablegen, um auch tatsächlich als Ärztin arbeiten zu können. "Meine Zukunft hängt von dieser Prüfung ab, deshalb muss ich noch ganz viel lernen", erklärt Gheorge-Coman bereits in sehr gutem Deutsch.
Auch für Elena Cheykova steht fest, dass sie unbedingt als Lehrerin arbeiten möchte. Im Volksschulbereich dürfte sie das nun auch. Während sie das nicht durfte, hat sie sich fortgebildet, in nur 15 Monaten die Ausbildung zur Logistikerin absolviert. Dennoch: jetzt hofft sie, als Lehrerin mit Kindern arbeiten zu können.
Wie die beiden es schaffen, nicht von ihrem Weg abzukommen, will Surma wissen. Die Antwort ist einhellig: "Wir haben ein Ziel und dafür müssen wir etwas tun. Auch wenn wir Rückschläge erleiden und uns manchmal der Mut zu verlassen droht."
Für Surma ist klar: "Man sieht hier ganz eindeutig, dass sich Integration ganz und gar nicht institutionalisieren lässt. Integration ist eine ganz persönliche Sache, für die man etwas tun muss." Daniela Gheorge-Coman und Elena Chevkova sind dafür sehr gute, positive Beispiele.








