Brückenschlag in Leibnitz
Spektakuläre Szenen Montagvormittag am Bahnhof Leibnitz: 30 Meter langer Fußgängersteg wurde in einem Stück angeliefert und montiert.
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Wenn sich auf einem Bahnhof mehr Schaulustige als Passagiere tummeln, muss das einen Grund haben. So wie am Montag in Leibnitz. Die Anlieferung und Montage eines 30 Meter langen und rund 25 Tonnen schweren Fußgängersteges sieht man schließlich nicht alle Tage.
Bereits am Donnerstagabend verließ die von der Firma "Wiehag" gefertigte Holz-Stahl-Konstruktion die Zentrale im oberösterreichischen Altheim. Freitagvormittag erreichte der Steg die Südsteiermark, wo er auf einem Parkplatz übers Wochenende zwischengelagert wurde. Montag, um Punkt 8 Uhr, rollte der Sondertransport schließlich im Schritttempo über die Marburgerstraße zum Bahnhof. "Das Passieren der vielen Kreisverkehre war Millimeterarbeit, einige Verkehrsschilder mussten wir abmontieren. Insgesamt gab es aber keine gröberen Probleme", erklärt Peter Hartwagner von "Wiehag".
Freigabe nächste Woche
Wie ein Kinderspiel mutete auch das Einheben des Stegs an. Der Kran stand Gewehr bei Fuß, binnen Minuten war das Ungetüm in der Luft und auf den Betonpfeilern aufgelegt, wo es mit speziellen Dübeln fixiert wurde. Am Mittwoch wird die Gehplatte asphaltiert, ab nächster Woche ist der Steg benutzbar.
"Der Steg war Voraussetzung, dass wir am 5. April mit den Arbeiten am westlichen Bahnhof beginnen können. Er verbindet diesen Bereich mit dem provisorischen Bahnsteig nahe der Südbahnstraße, wo in den nächsten eineinhalb Jahren alle Züge halten werden", erläutert ÖBB-Projektkoordinator Wolfgang Grafoner.
In unmittelbarer Nähe wird übrigens auch die Park-und-Ride-Anlage mit 330 Stellplätzen entstehen. 170 davon sollen noch im Spätsommer provisorisch in Betrieb gehen. "In Kombination mit dem direkten Zugang ist das schon vor der Gesamtfertigstellung Ende 2012 eine entscheidende Verbesserung", so Grafoner.










