Bodenständigkeit in der Stunde des Erfolgs
Alexander Serdjukov kehrte von Donovaly als Vizeeuropameister in der Vier-Hunde-Klasse zurück. Jetzt läuft am Gaberl die WM-Vorbereitung.

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Mit einer bescheidenen Erwartungshaltung ist Alexander Serdjukov zur Hundeschlitten-Europameisterschaft nach Donovaly gereist. Mit dem dritten "Vize" in seiner noch relativ kurzen Musher-Karriere (seit 2004) im Gepäck kehrte der Leibnitzer überglücklich zurück. Denn die Silbermedaille in der Vier-Hunde-Klasse, über die Sprintdistanz, glänzte für ihn dieses Mal wie Gold.
Der Sieger, der Pole Mateusz Surowka, dominiert die internationale Szene seit Jahren und das gleich in drei Klassen (mit zwei, vier und acht Hunden). "Der Titel war von vornherein so gut wie vergeben. Außerdem bin ich wegen meines Australien-Trips mit nur vier Wochen intensivem Training an den Start gegangen. Der ,Vize' ist für mich mehr als nur eine positive Überraschung", erläutert Serdjukov und fügt respektvoll hinzu. "Aber auch wenn meine Huskys on top gewesen wären, wäre der Sieg nicht realistisch gewesen."
Abgesehen vom Gespann mit den Vierbeinern Carlos, Swift, Bruce und Rave dankt der 37-Jährige seiner gesamten Helfer-Crew. Vor allem der eigenen Familie, die dieses aufwendige Hobby erst möglich macht. Vater Helmut leistet zu Hause im Kaindofer Gehege unbezahlbare Dienste. Der Faktor Spaß spielt ebenso eine entscheidende Rolle. "Ich bin mit voller Freude dabei und meinen ,Mäusen' macht das Laufen auch richtigen Spaß", unterstreicht der "Hundeflüsterer".
Ein weiterer Baustein im Erfolgspuzzle sind die optimalen Trainingsbedingungen am Gaberl, wo Serdjukov mit seinen Huskys seit Donnerstag verweilt. Im Fokus, der Saisonhöhepunkt. Von 25. bis 28. Februar steigt in Oberwiesenthal die Weltmeisterschaft vom Dachverband WSA (World Sleddog Association). "Ich werde zum ersten Mal bei der WSA antreten. Das ist so etwas wie die Königsklasse", erklärt Serdjukov mit Vorfreude.
Bei der Premiere kommen übrigens sechs statt vier sibirische Laufwunder vor den Schlitten. Die Europameisterschaft war der vorläufig letzte Auftritt in der Vier-Hunde-Klasse. Und deswegen findet bei den Einheiten an der weststeirischen Höhenluft eine "teaminterne Qualifikation" um die zwei offenen Plätze statt.









