Leibnitz: Staub-Rekord im Anflug
Feinstaub-Grenzwerte seit Jahresbeginn fast durchgehend überschritten.

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Die Verschnaufpause währte nur kurz: Nachdem die Zahl der in Leibnitz registrierten Feinstaub-Tage im Vorjahr leicht zurückgegangen war, bahnt sich heuer wieder ein trauriger Rekord an. Mit bis gestern 38 Überschreitungen des Tagesgrenzwertes (siehe Info-Kasten) wurde die Vorjahres-Marke bereits jetzt übertroffen. Und das, obwohl seit heuer in Österreich nicht mehr 30, sondern nur noch 25 Feinstaub-Tage erlaubt sind.
Nicht viel besser ist die Situation in Deutschlandsberg. Auch hier wurden von der örtlichen Messstation bereits 20 Überschreitungen aufgezeichnet. Um neun mehr als im gesamten letzten Jahr. Hauptursache für die derzeit hohe Feinstaubbelastung ist laut Experten die Inversionswetterlage. Bei Hochdruckwetter bildet sich in den Beckenlagen der Region ein Kaltluftsee. Da sich oberhalb aber eine wärmere Luftschicht befindet, ist ein Austausch nicht möglich, die Schadstoffe bleiben unten. Wegen es kalten Winters werde außerdem mehr geheizt und auch der Winterdienst mit viel Splitt und Salz trage zur Belastung bei.
Schrauben, an denen man drehen kann, gibt es laut Thomas Pongratz von der Luftgüteüberwachung des Landes viele: "Der Hausbrand gehört zu den größeren." Da sind es vor allem alte Allesbrenner, aber auch billige Kaminöfen, die immer beliebter werden. Pongratz: "Da kauft man heute den Sanierungsbedarf von morgen." Ein großes Thema sei auch die Abdeckung von Güllegruben: "Sie liefern nämlich Vorläuferbestandteile für die Staubbildung", weiß Pongratz.
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Kommentar
Fakten
Die Messstellen des Landes registrieren Feinstaub-Partikel mit einem Durchmesser von zehn Mikrometern.
Diese Teilchen sind für das Auge unsichtbar, können aber in Lunge und Zellen eindringen.
Der Tagesgrenzwert liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.
Aktuelle Daten im Internet unter www.umwelt.steiermark.at









