Aufregung um Bahnhof-Grundstück
m 21. März stehen Gemeinderatswahlen auf dem Programm - mit diesem Faktum in unmittelbarem Zusammenhang dürften auch die neuesten Nachrichten stehen, die an der Leibnitzer Gerüchtebörse gehandelt werden.
Im Mittelpunkt des Geredes steht jenes Grundstück, auf dem im Zuge des Umbaus des Bahnhofs eine Park&Ride-Anlage errichtet wird. Das 12.299 Quadratmeter große Grundstück wurde 2008 von der CA Immo Liegenschaftsverwaltung GmbH (vormals BBAG Österreichische Brau-Beteiligungs GmbH) an den privaten Bieter Walter Temmer verkauft. Laut Kaufvertrag flossen damals 614.950 Euro, was einem Quadratmeterpreis von 50 Euro entsprechen würde. Jetzt wurde das Grundstück von ÖBB und Land erworben (die Kosten werden geteilt), kolportiert wird ein Kaufpreis von 120 bis 150 Euro pro Quadratmeter. Wobei die ÖBB sich nicht in die Karten blicken lassen. Renate Pelz, ÖBB-Kommunkationsabteilung Wien: "Wir zahlen keine Wucherpreise. Wir halten uns genau an Gutachten."
Vorwürfe mit denen Leitenberger nichts anfangen kann. Ein Optionsrecht - sprich ein Kaufrecht auf Zeit - habe nicht bestanden. Der Grund sei unter seinem Vorgänger Hans Kindermann von Kerngebiet auf Bauland umgewidmet worden, um dort einen Radweg errichten zu können. Eine Option auf ein Grundstück, das damit quasi über Nacht viel teurer geworden sei, sei nicht einmal logisch. Verwundert zeigte sich der Gemeindechef ob des Preises, der laut Kaufvertrag beim ersten Mal für das Grundstück bezahlt wurde: "Wir sind damals von einem innerstädtischen Baulandpreis von rund 100 Euro pro Quadratmeter ausgegangen. Und dieses Geld hätte uns bei anderen Vorhaben gefehlt." Auch glaubt Leitenberger, dass die Gemeinde, wenn sie die Liegenschaft erworben hätte, diese den ÖBB hätte zur Verfügung stellen müssen. "So wie es jetzt ist, passt es gut. Wir bekommen eine Park&Ride-Anlage, die umliegenden Siedlungen sind entlastet und wir als Gemeinde müssen dafür nichts bezahlen. Was soll daran bitte schlecht sein?", so Leitenberger.








