Brand in Pizzeria: Besitzer und Bekannte vor Gericht
Die beiden wurden von der Staatsanwaltschaft beschuldigt, im Oktober vorigen Jahres selbst Feuer in ihrem Lokal in Leibnitz gelegt zu haben. Angeklagte bekannten sich nicht schuldig. Die Verhandlung wird nun vertagt.

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Es ist Feuer in dieser Geschichte. Im Oktober 2008 brannte mitten in der Nacht in Leibnitz eine Pizzeria. Der Schaden am Haus betrug 14.000 Euro, verletzt wurde aber niemand. Ein Hausbewohner alarmierte rechtzeitig die Feuerwehr.
Die Besitzerin des Lokals und ihr Lebensgefährte gerieten bald in Verdacht. Brandstiftung und versuchten Versicherungsbetrug wirft ihnen Staatsanwalt Christian Kroschl vor.
"Ich weiß nicht, warum ich nach all den Scherereien, die ich hatte, hier als Angeklagte sitze", wirft die Rumänin der Richterin gleichzeitig mit dem "nicht schuldig" hin. "Weil es in Ihrem Lokal gebrannt hat. Und weil es nicht von allein zu brennen begonnen hat", kontert Richterin Elisabeth Juschitz.
Überhaupt kann die Angeklagte ihr feuriges Temperament selten beherrschen, unterbricht Zeugen und wird immer wieder zur Ordnung gerufen. "Ich habe mich schon entschuldigt", sagt sie dann in einem Ton, von dem sich Richter auch beleidigt fühlen könnten.
Genauso unschuldig fühlt sich ihr Lebensgefährte. Der Türke war Koch und Kellner, zuvor aber Besitzer des Lokals und finanziell - sagen wir so: Eine Überweisung von der Versicherung hätte geholfen.
Massiv belastet werden die zwei vom Ex der Frau. Sie soll ihm den Brand angekündigt haben. Er sagte ihr: "Das ist nicht gut, was du tust." Vor allem auch, weil er Angst hatte, dann selbst in Verdacht zu geraten, er hätte sich am Türken gerächt. Der Ex hat sich also abgesichert und sogar Gespräche mit ihr aufgenommen.
"Stimmt nicht! Er hat mich erpresst", schimpft sie über ihn. Und "der Türke" ergänzt traurig: "Große Lügen. Große Lügen."
Das stimmt. Aber um herauszufinden, wer lügt, müssen neue Zeugen her. Vertagung.
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