Nicht nur für Stammtische
Wirbel in der Leibnitzer Stadt-FPÖ
Der bisherige Obmann Daniel Kos will seinen nicht ganz freiwilligen Abgang genauso wenig hinnehmen wie die Vorwürfe, er sei zu wenig leutselig und zu wenig an den Stammtischen unterwegs gewesen. So sei der außerordentliche Stadtparteitag in der Vorwoche, bei dem er sich nach einem Referat nicht mehr der Wahl gestellt und mit etlichen Getreuen den Saal verlassen hatte, nicht rechtmäßig gewesen.
"Zum einen wurden nicht alle ordentlichen Mitglieder eingeladen, zum anderen wurde die 14-Tages-Frist nicht eingehalten", ärgert sich Kos. "Dieser Vorgang war statutenwidrig." Deshalb sei auch der neue Vorstand um Obmann Hans Ritz und dessen Stellvertreter Anton Krainz, Gertrude Reisinger und Johann Resch nicht rechtmäßig im Amt. Auch der parteiinterne Kritiker Rudolf Wabnegg sei vom Landesparteivorstand zu Unrecht aus der Partei ausgeschlossen worden. Kos schaltete jedenfalls das Bundesparteigericht in Wien ein. Und geht davon aus, dass er als Spitzenkandidat zur nächsten Gemeinderatswahl antreten wird. Als blauer Mandatar ist er ja nach wie vor im Gemeinderat tätig.
Auch die Vorwürfe, inaktiv zu sein, will er nicht so stehen lassen: "Ich habe in vier Jahren fünf Unterschriftenaktionen gestartet, habe 80 Dringlichkeitsanträge eingebracht und 150 öffentliche Veranstaltungen besucht. Ich mache eine Politik für alle - und nicht nur für die Stammtische."









