Abzocke auf Baustelle?
Polizei und Bezirkshauptmannschaft weisen Kritik eines Lesers scharf zurück. Sanierung der Radlpass-Straße ist so gut wie abgeschlossen.

Foto © KLZ DIGITAL/WeichselbraunSanierung der Radlpass-Straße so gut wie abgeschlossen
Die Staumeldung für die B 76 (Radlpass-Straße) zwischen Schlieb und Lannach war wochenlang fixer Bestandteil der Verkehrsnachrichten. Grund dafür ist die Fahrbahnsanierung eines mehr als drei Kilometer langen Abschnitts, die mittlerweile so gut wie abgeschlossen ist.
Für Verstimmung unter den Autofahrern sorgte neben längeren Wartezeiten aber auch die Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h auf dem gesamten Bauabschnitt: "Es würde reichen, die Geschwindigkeit auf dem kurzen Abschnitt wo noch gearbeitet wird, zu drosseln. So ist es eine reine Abzocke der Polizei indem sie jeden innerhalb einer Kolonne zur Kassa bittet", informierte ein verärgerter Leser die Kleine Zeitung.
Ein Vorwurf, den Leo Foller, Verkehrsreferent im Bezirkspolizeikommando Deutschlandsberg, entschieden zurückweist: "Abzocke von Autofahrern liegt uns generell fern. An dieser Stelle wird sicher nicht über das normale Ausmaß hinaus kontrolliert." Eine außergewöhnliche Häufung von Strafen in diesem Bereich habe es nicht gegeben.
Selbiges bestätigt auch Bezirkshauptmann Helmut-Theobald Müller: "Bis jetzt sind noch keine Anzeigen bei uns eingelangt. Wir haben der Exekutive auch keinen besonderen Auftrag dazu erteilt." Laut Verordnung könne das Tempolimit noch bis 4. September auf 30 Stundenkilometer beschränkt werden.
Aus für den 30er
Geht es nach der Baubezirksleitung Leibnitz, ist der "30er" aber spätestens Freitagmittag Geschichte. Bis dann sollen nämlich die Bankettarbeiten abgeschlossen sein, das Tempolimit wird vorläufig auf 70 km/h erhöht. "Geschwindigkeitsbeschränkungen sind keine Schikane, sondern dienen zum Schutz der Arbeiter und Verkehrsteilnehmer", versichert die Baubezirksleitung.









