Radhändler sind auch Osterhasen
Knapp vor Ostern und mit Beginn der warmen Jahreszeit boomt das Geschäft bei den Radhändlern der Region. Zusätzlich profitieren sie derzeit auch etwas von der Wirtschaftskrise.

Foto © APADas Geschäft bei den Radhändlern boomt
Ostern ist nicht mehr weit. Und damit auch jene Zeit, in der jährlich die meisten Kinderfahrräder über den Verkaufstisch wandern. "Wir spielen immer wieder Osterhase", lächelt Hermann Theisl vom gleichnamigen Zweirad-Fachgeschäft in Groß St. Florian. Im Osternesterln finden sich aber auch immer öfter Fahrradhelme. "In vielen Familien ist das mittlerweile Standard", erklärt Theisl.
Verschleißerscheinungen. Gänzlich anders beurteilt hingegen Walter Hubmann, ihm gehört die Fahrrad-Klinik in Leibnitz, die Lage: "Wir setzen relativ wenige Helme ab." Viele Eltern würden den Kopfschutz für ihre Kinder entweder über die Schule oder Supermarkt-Ketten besorgen. Getauscht sollten die Helme alle vier Jahre werden, falls sie nicht schon vorher Bekanntschaft mit der Straße machen. Ansonsten sind die Verschleißerscheinungen zu groß.
Trekkingräder. Zu einem wahren Renner geworden sind in den vergangenen Jahren Trekkingräder. "Zwei Drittel unserer Kunden greifen zu so genannten Fitness-Bikes, also Rädern ohne Kotflügel und Spritzschutz", erklärt Hubmann. Gefertigt sind viele dieser Räder aus Alu und haben ein Gewicht von 13 bis 15 Kilo. "Profi-Sportler verwenden die noch leichteren Carbonräder", ergänzt Theisl. Doch nicht nur Gewicht, auch Rahmenhöhe, Lenker und Sattel müssen an den Kunden angepasst werden. "Beratung in dieser Form wird den Kunden nur im Fachhandel geboten", betont der Händler.
LED-Lampen. Bei der Beleuchtung sind derzeit vor allem LED-Lichter groß im Rennen. Einerseits wegen ihrer langen Lebensdauer, andererseits wegen ihrer Speicherkapazität. LED-Lampen leuchten auch dann noch, wenn das Rad längst zum Stillstand gekommen ist.
Immer mehr Radfahrer. Auch für ältere Semester hat Hubert Fuchs aus Misselsdorf das richtige auf Lager: Räder mit tiefem Einstieg. "Viele Pensionisten sind auf das Rad angewiesen. Diese Modelle erleichtern das Auf- und Absteigen." Nicht mit der Zeit will Fuchs hingegen bei Reifen gehen, die keinen Patschen mehr bekommen sollten. "Sie halten im Schnitt nur drei Monate", ärgert er sich. Er empfiehlt seinen Kunden, lieber einen Reserveschlauch oder ein Pickzeug einzupacken. Und auch er selbst steht immer wieder Radlern bei, deren Rädern die Luft ausgegangen ist. "Wir liegen nur 100 Meter neben dem Radweg R 2. Immer wieder kommen Radtouristen bei unserer Werkstätte vorbei."
Wirtschaftskrise. Die Wirtschaftskrise hinterlässt übrigens auch im Fahrradhandel Spuren. "Immer mehr Kunden verwenden ihre Räder, um zur Arbeit oder zum Bahnhof zu kommen", erzählt Walter Hubmann von seinen Erfahrungen. Diesen Trend habe es allerdings schon im Vorjahr gegeben, als die Spritpreise teilweise in schwindelerregende Höhen geklettert waren.









