Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
22. Mai 2013 17:37 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Ein Jubiläum Die Steiermark singt in Leibnitz auf Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Nachrichten aus Leibnitz und Umgebung Nächster Artikel Ein Jubiläum Die Steiermark singt in Leibnitz auf
Zuletzt aktualisiert: 13.02.2009 um 05:00 UhrKommentare

Erneuter "Sklaverei-Verdacht" gegen Bauern

Wieder Verdacht gegen einen Bauern:-Ein ehemaliger Knecht lebt in einer desolaten Unterkunft, seine Pension soll der Landwirt kassieren. Der Bauer dementiert.

Ein kleines, desolates Zimmer, angebaut an den Viehstall. Kein Fließwasser, keine Toilette. Ein zahnloser, verwahrlost wirkender Mann: Landarbeiterkammer und das Netzwerk für Besachwaltung sind nach einem Lokalaugenschein der Ansicht, dass der 70-jährige pensionierte Landarbeiter aus dem südsteirischen Raum dringend einen Sachwalter benötigt. Das Bezirksgericht Leibnitz beschäftigt sich bereits damit.

An Ort und Stelle von Lage überzeugt. Ins Rollen gebracht hatte die Sache eine Anzeige bei der Landarbeiterkammer. Dem Knecht gehe es sehr schlecht, hatte der Anzeiger behauptet. Daraufhin waren die zuständigen Stellen tätig geworden und haben sich an Ort und Stelle von der Lage überzeugt.

Schwerwiegende Vorwürfe. Seitens der Landarbeiterkammer werden jetzt aber noch andere schwerwiegende Vorwürfe erhoben: Laut Kammersekretär Siegfried Germuth habe der ehemalige Knecht keinen regelmäßigen Lohn bekommen, obwohl er laut Auskunftspersonen viele Jahre auf dem Hof gearbeitet haben soll. Der Betroffene war von 1960 bis 1992 vom Bauern angemeldet. Allerdings für nur etwa 20 Stunden in der Woche. Jetzt ist er in Pension. Germuth: "Eines steht fest: Der Mann hat keine Abfertigung bekommen und seine Pension wird vom Bauern einbehalten. So geht das nicht."

Zugriff auf das Konto. Der Landwirt weist alle Vorwürfe zurück. "Es stimmt, mein Vater hat Zugriff auf das Konto und Sparbuch, aber wir nutzen das nicht aus." Im Gegenteil: Man habe den Betroffenen nach einer Operation gepflegt, ohne dafür ein Pflegegeld in Anspruch zu nehmen. Der 70-Jährige könne sich im Bauernhaus aufhalten und auch fernsehen, so lange er wolle. Außerdem habe er ihm schon mehrmals vorgeschlagen, die Unterkunft zu renovieren, so der Bauer. "Er will es nicht. Er möchte auch nicht vom Hof weg. Er ist bei uns voll in das Familienleben eingegliedert."

Ähnliche Fälle. Bekanntlich wird derzeit auch in ähnlichen Fällen ermittelt. Im Bezirk Deutschlandsberg soll eine behinderte Frau während ihrer Zeit als Magd geschlagen worden sein. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft ermittelt die Mordgruppe des LKA. Leiter Anton Kiesl: "Wir sind mitten in der Arbeit." Auch die Landarbeiterkammer arbeitet - und zwar an einer Rekord-Forderung für einen ihrer Klienten. Präsident Christian Mandl: "Laut unseren Berechnungen stehen der Magd nahezu eine Million Euro zu."

Kritik. Kürzlich publizierten wir auch jenen Fall einer Behinderten, die in einem Wirtshaus tätig war, ihren Freund nicht sehen durfte und deren Geld vom Chef "verwaltet" worden war. Ihr Sachwalter übt nun Kritik: "Warum war da nie ein Sozialarbeiter dort?"

HANS BREITEGGER, ROBERT PREIS

Gemeindewetter

  • Mittwoch, 22. Mai 2013
    • Min: 8°C
    • Max: 20°C
    • Nsw.: 40%
    Bewölkt
  • Donnerstag, 23. Mai 2013
    • Min: 10°C
    • Max: 18°C
    • Nsw.: 45%
    Bewölkt
  • Freitag, 24. Mai 2013
    • Min: 9°C
    • Max: 17°C
    • Nsw.: 55%
    Regenschauer
Dreitagesprognose aufs Handy!
SMS mit WETTER 8430 an 0900 872 872. 0,30 €/SMS


Babys aus der Gemeinde

Hochzeiten/Jubiläen

Leserfotos aus der Gemeinde

Treten Sie mit uns in Kontakt!

 
 
Sie haben auch eine Meldung? Werden Sie Leser-Reporter und schicken Sie uns Ihre Texte!
 

Wallpaper

 

Todesanzeigen

Todesanzeigen aller steirischen Bezirke.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang