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Zuletzt aktualisiert: 18.02.2010 um 11:35 UhrKommentare

Lawinen-Pieps "made in styria" wird mit GPS aufgerüstet

Steirischer Weltmarktführer bei Verschüttetensuchgeräten bietet demnächst auch "Sommer-Pieps" an. Das Gerät soll dazu dienen, vermisste Wanderer schneller aufzustöbern.

Michael Schober, Geschäftsführer der Firma Pieps

Foto © Robert LenhardMichael Schober, Geschäftsführer der Firma Pieps

Die südsteirische Firma "Pieps" will im nächsten Winter ein mit GPS ausgestattetes Nachfolgegerät des Lawinen-Piepserl präsentieren. Der Betrieb mit Sitz in Lebring hat sich nach eigenen Angaben als Weltmarktführer im Bereich Verschüttetensuchgeräte etabliert und will mit dem neuen, GPS-gestützten Modell technologisch aufrüsten. Auch ein "Sommerpieps" soll heuer auf den Markt kommen.

Entwicklung

Noch befindet sich der GPS-Pieps in Entwicklung. "Hochtechnologische Geräte brauchen eine lange Entwicklungsphase", begründet Michael Schober, Geschäftsführer der Firma Pieps, warum die Verschränkung mit dem Global Positioning System erst jetzt erfolge. Das rund 500 Euro teure Gerät soll in der kommenden Wintersaison vorgestellt werden, der Verkaufsstart ist erst für 2011 geplant. Das Gerät wird die Suche nach Lawinenopfern um einiges vereinfachen, da die Einsatzkräfte viel exaktere Daten über die Position des Verschütteten bekommen können. Der aktuelle Lawinenpieps ist laut Schober prinzipiell als Gerät zur Kameradenrettung konzipiert, kann also nur funktionieren, wenn man im Team unterwegs ist und nicht die ganze Gruppe verschüttet wurde. Das 350 Euro teure Gerät sendet akustische Signale auf niedriger Frequenz aus und ermöglicht so ein gezieltes Graben nach dem Opfer.

Das in den Siebziger-Jahren gegründete steirische Unternehmen habe sich nach Angaben des Geschäftsführers mittlerweile an die Spitze des Weltmarktes hochgearbeitet. Konkurrenz erfährt die Firma von Unternehmen aus der Schweiz, Deutschland und Amerika, was aber die seit Jahren steigenden Absatzzahlen nicht beeinflusse. Der Umsatz wurde seit 2006 um rund 150 Prozent gesteigert, allein im Winter 2009/10 wanderten an die 40.000 Lawinenpiepserl über die Ladentische. Ein Pendant zum Lawinenpiepserl soll noch heuer im Sommer auf den Markt kommen, der "Sommerpieps". Das Gerät soll dazu dienen, vermisste Wanderer schneller aufzustöbern. Der Sommerpieps ist in zwei Ausführungen geplant, wovon eine Version die Ortung des Vermissten via Satellit ermöglichen wird und - wie das neue GPS-Lawinenpieps - ungefähr 500 Euro kosten soll.


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