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Zuletzt aktualisiert: 27.04.2009 um 16:38 UhrKommentare

Sensordynamics holte sich Großauftrag aus den USA

Die steirische Firma Sensordynamics, Spezialist für mikromechanische Sensoren, holt sich den größten Auftrag der Unternehmensgeschichte.

Foto © APA

Gerade in der Halbleiterbranche waren positive Nachrichten zuletzt äußerst rar gesäht. Doch es gibt es auch Spezialsegmente, die nach wie vor mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten aufwarten. Eines dieser Segmente ist die Mikro-Sensorik, in dem auch die steirische Firma Sensordynamics tätig ist. Mitten in den weltweiten wirtschaftlichen Turbulenzen konnte das in Lebring ansässige Unternehmen den nach eigenen Angaben größten Auftrag seiner Gesichte einfahren. Der Gesamtumsatz des Auftrags könnte bei bis zu 370 Millionen Euro liegen, so Finanzvorstand Herbert Gartner im Gespräch mit der Kleinen Zeitung.

Messinstrumente. Konkret konnte man einen neuen Kunden aus den USA gewinnen. Der Auftrag umfasst die Entwicklung und Lieferung von mikroelektromechanischen Sensoren für Sicherheitsanwendungen in Autos. Das sind winzige Messinstrumente, die aus Silizium gefertigt werden.

Sicherheitssystem. Damit können etwa Bewegungen, Temperaturen und andere Umweltinformationen in Millisekunden erfasst werden. Gerät beispielsweise ein Fahrzeug ins Schleudern kann über diese Sensoren binnen Millisekunden ein Sicherheitssystem wie das elektronische Stabilitätsprogramm ESP aktiviert werden. Die Einsatzgebiete der Sensoren reichen von der Auto- über die Konsumgüter- bis hin zur Fertigungsindustrie.

Über sieben Jahre. Sensordynamics beschäftigt rund 120 Mitarbeiter, davon mehr als 60 in Lebring. "Der Auftrag ist absolut positiv zu sehen, damit können wir unsere Aktivitäten im Bereich der Innovation weiter verstärken", so Gartner. Schon jetzt fließen jährlich etwa 12 Millionen Euro in die Forschung & Entwicklung. Die Serienproduktion für den US-Auftrag soll im kommenden Jahr starten und sich über einen Zeitraum von sieben Jahren strecken, jährlich werden dann Sensoren im Wert von gut 53 Millionen Euro geliefert. Zudem stehe ein weiterer Großauftrag vor dem Abschluss. Bei diesem Auftrag gehe es um Sensoren, die im Bereich "Consumer Electronics" - etwa bei bewegungsgesteuerten Spielekonsolen - zum Einsatz kommen, so Gartner.

MANFRED NEUPER

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