Ein Konkurs sorgt für Kritik im EKZ
Ende Jänner musste Eveline Schalk, die im Einkaufszentrum Weinland in Leibnitz zwei Modegeschäfte führte, Konkurs anmelden. Nun kritisiert sie den Betreiber. Dieser weist alle Vorwürfe zurück.

Foto © Kleine Zeitung DigitalIm EKZ befanden sich die Modegeschäfte von Eveline Schalk
Knapp ein Jahr ist es her, dass in Leibnitz das EKZ Weinland, das größte Einkaufszentrum der Region, eröffnet wurde. Nun musste Eveline Schalk, Pächterin des Modegeschäftes "CBR Companies" im EKZ, Konkurs anmelden. Und sie erhebt Vorwürfe gegen Betreiber Felix Bartolits. "Anfangs wurden riesige Modeketten versprochen", so Eveline Schalk. Doch stattdessen hätte es noch Monate nach der Eröffnung Bauarbeiten gegeben, etliche Flächen seien leergestanden. "Am Anfang war die Baustelle, später das Sommerloch", erinnert sich Schalk.
Schleppend angelaufen. Nicht zuletzt deshalb sei ihr Geschäft nur schleppend angelaufen. Eine schwierige Situation für Schalk, die ihren Angaben zufolge zuvor bereits tausende Euro investieren musste, um das Geschäft überhaupt eröffnen zu können. Die Geschäftsfläche hatte sie nämlich, wie vertraglich vereinbart, als Edel-Rohbau übernommen, auch den Ladenbau musste sie als Vertragspartnerin von CBR finanzieren.
Aufbauphase. Dennoch eröffnete Eveline Schalk im Oktober im Obergeschoss des Einkaufszentrums das Herrenmodegeschäft "Till". Ihr Mann arbeitete dort als Verkäufer. "Es gab dann Tage, wo du keinen einzigen Kunden gesehen hast", so Schalk. Bis in den Herbst hinein hoffte sie, dass es sich nur um eine schwierige Aufbauphase handeln würde. Schließlich beschloss sie, die CBR-Filiale nicht weiterzuführen. Nach einem wenig erfolgreichen Weihnachtsgeschäft sperrte sie Ende Jänner die beiden Geschäfte nicht mehr auf und meldete Konkurs an. "Es ging nicht mehr, ich war knapp am Nervenzusammenbruch." Nun ist der Masseverwalter Wilfrid Stenitzer am Zug.
Überrascht. Felix Bartolits kann die Vorwürfe nicht nachvollziehen: "Schalk deutete nie an, Probleme zu haben. Ihre Umsätze waren in Ordnung, beim Konkurs waren wir wie vor den Kopf gestoßen." Zumal der Standort der CBR-Filiale im Eingangsbereich eine der besten Lagen im gesamten Einkaufszentrum sei und die Kundenfrequenz immer gepasst hätte. Bartolits sei Schalk jedenfalls bei der einvernehmlichen Vertragsauflösung entgegengekommen, auch weiterlaufende Kosten würden von der Nachmieterin übernommen. "Sie müsste eigentlich Danke sagen."
Weiterführung. Weitergeführt werden die beiden Geschäfte von Herta Lösch (Inhaberin des Cafe Herta in Kaindorf). Sie führt im EKZ bereits das Kindermodengeschäft Iana und übernimmt nun die drei Verkäuferinnen. CBR wird sie unter diesem Namen weiterführen, aus Till wird ein Shop mit Kleidung von Tom Tailor und Cecil Men. "Das Einkaufszentrum geht gut, im Iana-Shop haben wir schon 1700 Stammkunden", ist Lösch zuversichtlich.









