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Zuletzt aktualisiert: 19.12.2009 um 15:14 UhrKommentare

Edlinger-Ploder gegen Verschiebung des Koralmtunnelbaus

Die Forderung, den Bau des Koralm-Tunnels um 40 Jahre zu verschieben, stößt bei Verkehrsministerin Doris Bures und der steirischen Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder auf breite Ablehnung.

Die steirische Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder steht hinter dem Projekt

Foto © Jürgen FuchsDie steirische Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder steht hinter dem Projekt

Die Forderung von VP-Verkehrssprecher Ferry Maier, den Bau des Koralm-Tunnels um 40 Jahre zu verschieben, ist am Samstag in der Steiermark auf breite Ablehnung gestoßen: Parteikollegin und Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder meinte, die Idee sei "nicht akzeptabel" und sie stehe hinter dem Projekt. Der steirische SP-Klubobmann Walter Kröpfl, der steirische BZÖ-Chef Gerald Grosz und auch Verkehrsministerin Doris Bures (S) stellten sich ebenfalls gegen die Verschiebung.

Maier meinte, dass man "nach dem Finanzdebakel in Kärnten und der Wirtschaftskrise nachdenken sollte, ob Zusagen die zuvor gemacht wurden, noch zeitgemäß" seien. Die in der Steiermark begonnen Baumaßnahmen könnten auch noch in 39 Jahren Verwendung finden. Edlinger-Ploder entgegnete am Samstag entrüstet: "Eine Verzögerung des Koralmbauprojektes um 40 Jahre ist unter keinen Umständen akzeptabel. Gerade Infrastrukturprojekte sind keine Prestigeprojekte, die man von heute auf morgen einfach absagen kann." Verträge seien einzuhalten, daher gehe sie davon aus, dass die Kärntner Landesregierung ihren Teil als Vertragspartner erfüllt. Man würde nicht hinnehmen, dass ein hausgemachtes Bankendebakel das Projekt gefährdet.

Keinerlei Verständnis wollte auch Kröpfl für den Vorschlag von Maier aufbringen: "Es wäre ungeheuerlich, wenn aufgrund der Misswirtschaft der schwarz-blau-orangen Landesregierung in Kärnten und der Uneinsichtigkeit des ÖVP-Verkehrssprechers im Bund eines der wichtigsten Zukunftsprojekte der Steiermark gefährdet wird." Ins selbe Horn blies auch Grosz: Er sei entsetzt, dass die einstige Vereinbarung des verstorbenen Landeshauptmanns Jörg Haider (B) und der ehemaligen steirischen Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (V) "mir nix, dir nix" beerdigt werden soll.

Auch die Kärntner Parteien stellten sich wie Bures geschlossen gegen die Verschiebung. Die Verkehrsministerin stehe hinter dem Projekt: "Die Südbahn ist ein wichtiger Teil des großen Ausbauprogramms der umweltfreundlichen Schiene. Und gerade bei langfristigen Investitionen sind Kontinuität und Verlässlichkeit entscheidend."


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