Diözesanrat: Alte Ängste und neue Wege
Bischof Kapellari ist gegen Panikmache in Europa und hofft auf integrativen Nachfolger.

Foto © KANIZAJ | Archivbild
SEGGAUBERG. Einen eindringlichen Appell setzte Bischof Egon Kapellari dieses Wochenende an den Beginn des 13. Diözesanrats auf Schloss Seggau: In Anbetracht von Eurokrise und Wirtschaftsflaute sei nicht Panikmache, sondern idealistischer Realismus gefragt: "Die Zukunft ist ungewiss, aber gestaltbar."
Stellung genommen hat das Oberhaupt der katholischen Kirche in der Steiermark auch zu Spekulationen über seinen Nachfolger: Die Neubestellungen - auch die Erzdiözese Salzburg und die Diözese Feldkirch bekommen neue Oberhirten - seien wichtig für das Gedeihen der Kirche in Österreich. Das Land sei durch die Ernennungen vor 25 Jahren traumatisiert. Daher wünsche er sich einen "Bischof mit erheblicher Integrationskraft, einen Bischof, der Allianzen stärkt".
Bekannt gegeben wurde auch das offizielle Ergebnis der Pfarrgemeinderatswahl 2012: 17,9 Prozent der 750.813 Berechtigten gingen zur Wahl. 2007 waren es 21,79 Prozent, wobei jedoch die Zählmethode geändert wurde. Auch die Tatsache, dass nicht alle Pfarren am 18. März wählten, verwirrte manche. Bundesweit gingen 19,8 Prozent zur Wahl.
Das Engagement der steirischen Katholiken ist auch beim Diözesanen Weg gefragt - das Projekt wurde jetzt vorgestellt und startet im Oktober. Am Ende des Weges 2018 steht das 800-Jahr-Jubiläum der Diözese Graz-Seckau.








