Leichte Beute
Kormorane räumten in den letzten Wochen den Schwarzaubach ziemlich leer. Diese Fische wurden erst kürzlich eingesetzt.

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Es ist eine Tragik für den Naturschutz. Es gab wieder eine gewisse Vielfalt - und jetzt wieder einen großen Schaden", ist Friedrich Ebensperger, Obmann der steirischen Fischer, verbittert. Der Kormoran, ein Schwimmtaucher, der sich von Fischen ernährt, hat in den letzten Tagen und Wochen den Schwarzaubach ziemlich leergeräumt. "Wenn sie einfliegen, sind die Bäche fast schwarz. Ein paar tausend Fische sind kaputt", ist Josef Ninaus vom Fischereiverein Weitersfeld verzweifelt.
Es ist die zweite Katastrophe im Schwarzaubach binnen weniger Monate: Im vergangenen Herbst floss Gülle von der Gemeinschaftsferkelerzeugung in Hainsdorf in den Bach. Dieser wurde auf knapp 20 Kilometern so stark verschmutzt, dass tausende Kilogramm Fische und sonstige Wassertiere verendeten. In Folge wurden 17.000 Wildfische aus umliegenden Gewässerabschnitten wieder im Schwarzaubach eingesetzt. Eine schöne Beute für die Kormorane...
Geht es nach den Fischern, soll es den Vögeln nun an den Kragen gehen. "Es wäre das Vernünftigste, den Vogel zum Abschuss freizugeben", so Ninaus. Allerdings ist eine Bejagung des Kormorans, übrigens "Vogel des Jahres 2010", grundsätzlich verboten. Mit einer Ausnahmegenehmigung dürfen die Jäger der Region ein paar Dutzend Stück im Jahr erlegen. Zuwenig, wenn es nach den Fischern geht. Diese müssen sich also weiterhin selbst behelfen: "Um die Vögel zu vertreiben, schmeißen wir Schweizer-Kracher wie die kleinen Buben."









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