Wetteifern der Blumenpracht
Bei der diesjährigen "Entente Florale" zeigt Gamlitz, was es zu bieten hat. Am morgigen Sonntag bewertet die europäische Jury die farbenreiche regionale Blumenpracht.

Foto © PacherneggFranziska Skoff vom Naturgarten Amtmann bereitet ihren Kräutergarten auf die Jury vor
Gamlitz wird den Sieg nach Österreich holen. Davon bin ich überzeugt", erklärt Karl Wratschko, Gamlitzer Bürgermeister. Die Rede ist von der diesjährigen "Entente Florale", dem europäischen Blumenschmuck- und Lebensqualitätwettbewerb. Gamlitz tritt in der Kategorie "Schönstes Dorf" an. Nach dem ersten Sieg im Jahr 1995 versucht die Marktgemeinde ihr Glück nun ein weiteres Mal.
"Morgen ab 9.30 Uhr findet die Bewertung durch die europäische Jury statt", weiß Wratschko. Innerhalb von 240 Minuten hat Gamlitz die Möglichkeit sich zu präsentieren. Die alte Klosterschule, der Motorikpark, der Gartenbaubetrieb Wruss, der Hauptplatz, das Gesundheitszentrum und vieles mehr soll der Jury imponieren und Punkte für den Sieg bringen. Die vorgegebene Zeit von vier Stunden wird zum Problem. "Um nicht zu überziehen, haben wir zur Sicherheit einen Probelauf unternommen und für das Programm prompt eine Stunde länger gebraucht", so der Ortschef. Daraufhin wurde der Ablauf der Besichtigung leicht geändert und Zeiteinsparungen dadurch vorgenommen.
Zeitdruck und Detailarbeit
Die Route, die akribisch genau ausgearbeitet wurde, soll all die Vorzüge von Gamlitz ins rechte Licht rücken. Auf die Blumenpracht der Gemeinde legen Wratschko und sein blumenkundiges Team besonderen Wert. "Die aktive Beteiligung aller Gemeindemitglieder macht mich stolz. Jeder mäht derzeit seinen Rasen und wässert seine Blumen mit besonders viel Aufmerksamkeit." Diese Liebe zum Detail wird in Gamlitz sichtbar. Es gibt keine braunen Blätter an den Bäumen, die Grashalme scheinen millimetergenau gekürzt worden zu sein und die Blumen wetteifern um die Blicke der Bewunderer.
Einen weiteren Fixpunkt des Programms stellt das nachhaltige Arbeiten der Gemeinde dar. "Die Fotovoltaikanlage, das geplante Altstoffsammelzentrum und das Zurückgreifen auf regionale Produkte sind mir wichtig." Mit der alljährlichen Pappelaktion versucht man, die traditionelle Landschaftsgebung der Region wieder herzustellen. "Die Pappel ist in letzter Zeit in den Hintergrund gerückt. Dagegen gehen wir an und zeigen unseren Erfolg den Juroren." Auch am Erscheinungsbild der Straßen wurde in letzter Zeit gefeilt. "Die gepflanzten Obstbäume stellen die regionalen Früchte wieder in den Mittelpunkt."








