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  • 23. April 2014 09:31 Uhr | Als Startseite
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    AUSSTELLUNG

    Hans Weigand

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    Ausstellung "Deep Water". Zur Eröffnung der spricht Peter Pakesch.

    Hans Weigand *1954 in Tirol

    Er lebt und arbeitet in Wien und studierte bei Oswald Oberhuber an der Akademie für Angewandte Kunst in Wien. Von Anfang an widmete er sich sowohl inhaltlich als auch ästhetisch den kulturellen Bezugspunkten, die bis heute sein Werk bestimmen – dem Pop, dem Trash, der Science-Fiction und der Psychedelik. Und von Anfang an befasste er sich mit Techniken, die er im Laufe seiner langjährigen Arbeit zu einem unverwechselbaren, eigenwilligen Stil entwickelte – der digitalen Bildbearbeitung in Verbindung mit klassischer Malerei.

    Weigands Arbeiten wurden bisher in über 70 Einzelausstellungen gezeigt, unter anderem im Museum Ludwig in Köln, in der Gemäldegalerie der Akademie der Bildenden Künste in Wien, der University Art Gallery in San Diego, dem Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck und der Secession in Wien. Darüber hinaus nahm Weigand an über 50 Gruppenausstellungen teil, unter anderem in New York, Los Angeles, Paris, London und Madrid.

    Im Mittelpunkt der Ausstellung im Weinregal steht eine variable Installation, von vier auf mobilen Gestellen montierten Tableaus und ihrem Verhalten zu Raum und BetrachterIn. Als durchgängiges Motiv taucht darin eine Küstenlinie bzw. ein Meereshorizont auf, von dem her allerlei Strandgut, man könnte sagen „Fall-out“, aus den letzten dreißig Jahren einer über Bord gegangenen Fantasie des Populären angeschwemmt wird. Weggespülte Gebäudeteile, abgerissene Brücken und deplatzierte Kitsch-Skulpturen sind hier ebenso enthalten wie wertlos gewordenes Frachtgut und allerlei mythologische Figuren – Gorillas wie aus dem Film Planet der Affen oder die Comicfigur des Silver Surfer.

    Die Herstellung der Einzeltableaus folgt einem dreistufigen Prozess. Erst werden die Leinwände grundiert und bemalt, meist mit abstrakten Nacht- oder Tagstimmungen, die den bildbestimmenden emotionalen Grundton setzen. In einem zweiten Schritt werden darauf computergenerierte Collagen und andere fotografische Elemente gedruckt, die zum Teil auf die großen mythischen Küstenlandschaften von Kalifornien und Hawaii anspielen. Go West? Ja, Mann, ich war dort, und ich hab’ nicht nur die Sonne gesehen.

    Als dritte Schicht schließlich setzt Weigand dem ganzen noch ein paar handgemalte Akzente auf – Schlieren, Spritzer und Fetzen, die wie die heimliche, vielleicht schon aus dem Jenseits kommende Rache an zu viel digitaler – glatter und „glossiger“ – Oberflächenästhetik wirkt.
Der abgründig visionäre Zyklus wäre aber nicht komplett, hätte er nicht, wie bei Weigand üblich, einen doppelten Boden. In diesem Fall ist es die Rückseite der Bilder, die einen (unterbrochenen) Rundumlauf um die gesamte Installation bilden. Wird die Serie innen von einer lose sich fortsetzenden Horizontlinie zusammen gehalten, so sind es außen Fragmente von Schriftbildern, die einen fortlaufenden Zusammenhang bilden. Sind es innen die Wucht und Unbegreiflichkeit von Umweltdesastern, die Weigand in ein anschauliches Format presst, so regiert außen die Nüchternheit der Schrift, die gleichwohl unentschlüsselbar bleibt.

    Kontakt

    Telefon: +43 3453 40 67 70
    E-Mail: office@genussregal.at
    Internet: http://www.genussregal.at

    Foto

    Einladung Hans Weigand

    Foto vergrößern Einladung Hans Weigand Foto © KK

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