Äcker auf Dauer ruiniert
Auch am Freitag waren die Einsatzkräfte nach den Unwettern im Bezirk Feldbach mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Die vom Regen verursachte Bodenerosion sorgt für große Probleme.
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Unpassierbare Straßen, Häuser, in denen bis zu zehn Zentimeter hoch der Schlamm steht, und abgerutschte Hänge: Bis Freitag waren die Helfer der Feuerwehren und der Straßenmeistereien im Einsatz, um den Schlamm aus den verstopften Kanälen zu beseitigen. Müssen die Einsatzkräfte nach Unwettern üblicherweise Wasser abpumpen, war dieses Mal das Hauptproblem die große Masse an Schlamm.
"Das war kein übliches Hochwasser, das durch Flüsse oder Bäche ausgelöst wird. Die Ursache war dieses Mal der Starkregen an sich", erklärt Rudolf Hornich, Leiter der Fachabteilung 19B für Schutzwasserwirtschaft und Bodenwasserhaushalt. Eine Gewitterzelle hatte sich über dem Gebiet immer wieder aufgebaut und entladen, sagt Thomas Meier, Pressesprecher des Landesfeuerwehrverbandes.
Wasser riss Erdreich mit
Die großen Wassermassen bildeten in der hügeligen Landschaft reißende Ströme, die über die landwirtschaftlich genutzten Hänge flossen und Erdmaterial mit sich rissen. Die Ernte ganzer Äcker wurde binnen Minuten zunichtegemacht. Weil die Bodenoberfläche der Äcker noch nicht zur Gänze von Pflanzenmaterial bedeckt ist, konnten die Wassermassen große Mengen an Erdreich wegspülen. Das führte zu von Schlamm verstopften Abflüssen und vermurten Straßen.
Auch die Landwirte selbst leiden unter der vom Unwetter bedingten starken Bodenerosion. "Das Unwetter kam zur ungünstigsten Zeit: Die Hauptkulturen sind noch zu klein, um den Boden zu bedecken und dem Regen die Energie zu nehmen", betont Arno Mayer von der Landwirtschaftskammer. "Mittelfristig ist der organische Verlust an Humus problematisch. Der Boden wird destabilisiert und die Fruchtbarkeit nimmt von Jahr zu Jahr ab."
Sowohl beim Land Steiermark wie auch in der Landwirtschaftskammer sucht man dringend Lösungen. "Die fehlende Bodenbedeckung könnte durch Untersaaten hergestellt werden. Außerdem könnten quer zum Hang angelegte Wiesenstreifen oder ausgelegtes Stroh die Erosion verhindern", glaubt Rudolf Hornich.
Andere Lösungen hat man vonseiten der Landwirte im Sinn: "Gemeinsam mit führenden Herstellern von Landwirtschaftsgeräten werden Methoden entwickelt, um die Ernterückstände des vergangenen Jahres als Mulch auf den Äckern zu belassen. Dadurch würde es zu weniger Erosion kommen", so Mayer.













