Mit dem Rad zum Nordkap
Der Leibnitzer Erich Kapeller radelte zum zweiten Mal in den hohen Norden. Diesmal war er 10.700 Kilometer und 126 Tage lang unterwegs.

Foto © Robert Lenhard10.700 Kilometer legte Erich Kapeller am Fahrrad zurück
Der Text auf Erich Kapellers Visitenkarte hält, was er verspricht: "Sollte ich längere Zeit nicht erreichbar sein, so bin ich als Pensionist auf Urlaub, irgendwo in Europa unterwegs." Die "längere Zeit" begann diesmal am 28. April und dauerte 126 Tage, das "irgendwo" lag zwischen Berlin, dem Nordkap und Hamburg. Insgesamt 10.700 Kilometer, die der pensionierte Leibnitzer Geschäftsmann auf dem Fahrrad zurücklegte.
Kein Neuland. Eine Strecke, die für den spätberufenen Radfahrer - bis zu seiner Pensionierung legte der 67-Jährige keine 40 Kilometer am Stück zurück - kein Neuland war. Bereits vor zwei Jahren strampelte er bis zum Nordkap hinauf, allerdings auf einer anderen Route (wir berichteten).
Schlechtwetter machte Strich durch die Rechnung. Diesmal führte ihn sein Weg ausgehend von Berlin die gesamte Ostseeküste entlang bis nach Kirkenes an der norwegisch-russischen Grenze. "Ich wäre gerne die gesamte norwegische Küste abgefahren, wegen des schlechten Wetters musste ich meine Tour aber kurzzeitig im Landesinneren fortsetzen", erzählt Kapeller. Nach dem Abstecher ans Nordkap ging es wieder die Küste entlang bis Kristiansand im Süden Norwegens. Mit der Fähre übersetzte Kapeller nach Dänemark und radelte über Flensburg und Lübeck bis nach Hamburg weiter. Dort angekommen, ging es nach mehr als vier Monaten auf Achse mit dem Zug zurück in die Heimat.
Medienstar. Dass Kapeller dabei allerhand erlebte, versteht sich von selbst: "Ich habe aber ausschließlich gute Erfahrungen gemacht, vor allem mit den ausländischen Medien." War er doch gefragter Interview-Partner. Über ihn und seine Tour wurden zahlreiche Geschichten geschrieben, zwei finnische Zeitungen sandten ihm nun sogar Belegexemplare zu.
Vorbereitung auf neue Abenteuer. Seine Gewalttour ist zwar vorbei, langweilig wird Kapeller aber sicher nicht: "Schließlich muss ich aus über 2.800 Fotos die besten aussortieren." Außerdem wird schon die nächste Radreise vorbereitet.












