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Zuletzt aktualisiert: 23.08.2007 um 09:47 Uhr

Spielerische Zeitreise in die Welt der alten Römer

24 Kinder aus der Steiermark lebten in Ratschendorf zwei Tage lang wie die Römer. Auf spielerische Art erfuhren die Mädchen und Buben Wissenwertes darüber, wie man vor 2000 Jahren lebte. Ein besonderes Erlebnis.

Foto © Bettina Kuzmicki

Gerade rechtzeitig hat sich das Wetter gestern Morgen jener "jungen Römer" erbarmt, die in der Teichhalle Ratschendorf ihre Zelte aufgeschlagen hatten. Nach dem Frühstück war mit dem Regen Schluss - und so konnte der letzte Tag des Römerlagers - veranstaltet vom Museumsverband Südsteiermark "Archälogie im Süden" und dem römerzeitlichen Museum Ratschendorf - wie geplant im Freien stattfinden. 24 Kinder zwischen sechs und 13 Jahren - sie kamen aus der ganzen Steiermark - konnten zwei Tage lang eine spannende Zeitreise in die Welt der Römer erleben.

Spielerische Art. Wissen vermitteln, die soziale Kompetenz fördern und viel Bewegung anbieten - all das stand im Mittelpunkt. "Eigentlich haben die Kinder gar nicht gemerkt, dass sie etwas gelernt haben, weil wir Wissenswertes auf spielerische Art vermittelt haben", schildert Museumsverband-Mitarbeiter Josef Molich. Und Museumsleiter Heinz Kranzelbinder fügt hinzu: "Bei unseren theoretischen Einführungen haben wir immer einen Bezug zu Ratschendorf und den Objekten im Museum. Heuer haben wir auch zum zweiten Mal ein kindgerechtes Arbeitsheft eingesetzt, was für einen Vertiefungseffekt sorgen soll."

Römischer Vierkampf. Von einer Museumsführung über ein Museumsquiz und einen römischen Vierkampf, dem Herstellen von Tempelsäulen oder Mosaiken bis hin zu Lagerfeuer, Steckerlbrot grillen, Getreide mahlen und einer Besichtigung der Hügelgräber reicht die spannende Palette. Während die Siegerehrung zum römischen Vierkampf über die Bühne geht, blinzelt sogar die Sonne zwischen den Wolken hervor. Gute Voraussetzungen für den nächsten Programmpunkt - das Herstellen eines Mosaikes auf einem Tontopf. Zuvor erzählt Josef Molich Wissenwertes über die Römer und ihre Mosaikkunst.

Bunte Werke. Dann kann es losgehen. Philip aus Ratschendorf hat sich für ein Schachbrettmuster entschieden. "Schwarz ist sowieso die beste Farbe", stellt er fest. Niko aus Nestelbach hingegen versucht das Logo der Rockband "Linkin Park" in Mosaikform zu verewigen: "Die sind nämlich klasse." Und schließlich ist auch Valerian aus Öblarn von seinem bunten Werk begeistert.

Nächstes Jahr wieder. "Gibt es nächstes Jahr wieder ein Römerlager?", ruft Franzeska aus Trofaich Josef Molich zu. "Aber klar", versprich dieser. Damit steht für die junge Obersteirerin fest: "Ich komme sicher wieder. Und zwar mit der Melanie." Melanie aus St. Michael nickt zustimmend. Während Anja aus Diepersdorf unermüdlich Maskottchen "Löwenzahn" - einen süßen roten Kater - herzt.

BETTINA KUZMICKI

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