Streit um kuriose "Radarfalle"
Polizei animierte Autolenker zum zügigen Weiterfahren - und prompt wurden sie vom Radar erfasst. "Blitzkrieg" in St. Stefan/Stainz.
Es ist eine bodenlose Frechheit, eine Geldmacherei von der Polizei, die uns als Autofahrer zum Narren hält. Das können wir uns einfach nicht gefallen lassen." Alois Prassl aus Straden ist nur einer von 1400 "Opfern" einer Geschwindigkeitsmessung, die derzeit in St. Stefan ob Stainz für viel Aufregung und blanke Entrüstung sorgt.
Handzeichen.
Kürzlich wurde der Verkehr der B 76 wegen einer Baustelle auf die Landstraßen zwischen Rossegg und Schlieb umgeleitet. Zwei Polizeibeamte, so die Autofahrer, regelten den Verkehr und hielten die Autolenker mit Handzeichen dazu an, zügig weiter zu fahren, um Stau zu vermeiden. Nach etwa hundert Metern wurden diese dann aber von einem Radargerät wegen zu hoher Geschwindigkeit "geblitzt".
Abzocke.
"Das ist einfach eine Abzockerei sondergleichen, da muss ich meinem Ärger schon mal Luft machen", beschwert sich auch eine Stainzerin über die Platzierung des Radars. Sie erwartet nun eine Geldstrafe von 50 Euro, weil sie auf Rat der Polizeibeamten folgsam in der 30 km/h-Zone beschleunigte. Ein Leidgenosse aus der betroffenen Gemeinde ist in den beiden Tagen acht Mal fotografiert und zu einer Strafe von 400 Euro verdonnert worden.
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