Bei Würstel und Bier seilt es sich gut ab
Die Bergrettung Schwanberg und andere Einsatzkräfte übten gestern beim Koralmsondierstollen im Leibenfeld. Die mutigen Bergretter wurden abgeseilt oder vom Grund geborgen.

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Für einige Stunden herrschte gestern beim Koralmtunnel-Erkundungsstollen im Deutschlandsberger Leibenfeld wieder Leben: Ein Versorgungszelt war aufgebaut, Biertische und -bänke waren aufgestellt, Würstel wurden gegrillt, Bier und Cola verkauft. Vor allem aber wurde geübt - wie Arbeiter aus dem 60 Meter tiefen Loch geborgen werden können, wenn beim Transportlift der Strom ausfällt. Oder wie verletzte Personen mittels Gebirgstrage vom Stollengrund nach oben gehievt werden können.
Spektakulär. Klingt spektakulär, war es auch. Die 15 Mitglieder der Bergrettung Schwanberg, die fünf Alpinpolizisten und die anderen Übungsteilnehmer kamen ganz schön ins Schwitzen. Dann etwa, als sie mittels Seilwinde zwei Personen bergen mussten. Eine davon war Mario Sengwein, der festgeschnallt auf der Bahre lag. "Nach unten schauen konnte ich nicht", sagte der junge Bergretter, nachdem er sicher wieder oben angekommen war. Kaum oben, seilte er sich dann wieder an den Stollengrund ab, wie etliche seiner Kollegen auch.
Schwindelfrei. Schwindelfreiheit ist eine Grundvoraussetzung für die Bergretter und schwindelfrei ist natürlich auch Einsatzleiter Max Masser, der gefährlich nah am Abgrund seine Anweisungen gab. "Während der Bauarbeiten ist der Lift bereits einmal stecken geblieben", erinnert sich Masser. Die Idee für diese Übungen hatten die Bergretter aber schon davor.
Zufrieden. Aber nicht nur sie waren im Leibenfeld im Einsatz: Ein Hubschrauber des Innenministeriums rückte genauso an wie die Voitsberger Hundestaffel, das Rote Kreuz unter Claus Zotter, der Eibiswalder Notarzt Andreas Jöbstl und zahlreiche Feuerwehrler. Und auch der Deutschlandsberger Bezirkshauptmann Helmut-Theobald Müller legte Hand an, kurze Zeit kurbelte er an der Faserseilwinde. Diese wiederum hatte die ÖBB zur Verfügung gestellt.
Die Verantwortlichen waren jedenfalls mit der Übung zufrieden, wie auch die gut 40 Schaulustigen. Vielleicht auch, weil es Würstel und Bier gab.













