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Zuletzt aktualisiert: 23.06.2007 um 15:33 Uhr

Steirisches Rotes Kreuz: 2,7 Mio. ehrenamtliche Stunden im Jahr

Das steirische Rote Kreuz hat am Samstag im südsteirischen Laubegg (Bezirk Leibnitz) im Rahmen der Generalversammlung seinen Tätigkeitsbericht für das Jahr 2006 präsentiert.

Rotes Kreuz zieht Bilanz

Foto © APARotes Kreuz zieht Bilanz

Gleichzeitig wurden 30 Jahre Gesundheits- und Soziale Dienste sowie 20 Jahre Rotkreuz-Jugend gefeiert. Präsident Werner List erklärte, er sorge sich um die sinkende Zahl der Zivildiener.

Fleißige Sanitäter. Rund 2,7 Millionen unbezahlte Dienststunden haben die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Roten Kreuzes in der Steiermark 2006 geleistet. Im Durchschnitt arbeiteten die Freiwilligen in der Steiermark 330 Stunden im Jahr und liegen damit laut Werner Kerschbaumer, dem stellvertretenden Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, österreichweit an erster Stelle. Alle 70 Sekunden rückte ein Einsatzfahrzeug der Rettung aus, insgesamt wurden über 17 Millionen Kilometer Strecke zurück gelegt und 450.000 Menschen betreut.

"Deutlich spürbare" Erhöhung. Obwohl die Einnahmen des Vereins leicht gestiegen sind, verzeichnete man 2006 einen Verlust beim Rettungs- und Krankentransport, den das Rote Kreuz für das Land, die Gemeinden und die Sozialversicherungen durchführt. Die Dienstleistung musste daher zum Teil durch Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanziert werden. Deshalb fordert das Rote Kreuz vom Land Steiermark auch eine entsprechende Anhebung des Rettungseuros für 2009 - derzeit beträgt er vier Euro pro Einwohner einer Gemeinde. Landeshauptmann Franz Voves versprach in seiner Rede, dass die Erhöhung für 2009 "deutlich spürbar" sein werde.

Mandgel an Zivi's. Rot-Kreuz-Präsident List sorgt sich außerdem um die stets sinkende Zahl der Zivildiener. Hatte man im Durchschnitt immer rund 500 Zivildiener zur Verfügung, ist mit den per 1. Juli 2007 zugeteilten 100 Zivildienern ein Tiefststand erreicht. Der Grund für den "erheblichen Schwund" sei vor allem das neue Zivildienergesetz. "Dieser Rückgang bedeutet eine um 30 Prozent verminderte Leistung", so List. Von der vom Land Steiermark erhaltene Sondersubvention von drei Millionen Euro für 2007 und 2008 seien deshalb heuer schon zwei Millionen für Ersatzeinstellungen verwendet worden.


Auftrag

..."das Leben von Menschen in Not und Sozial Schwachen durch die Kraft der Menschlichkeit zu verbessern".

Rot-Kreuz-Grundsätze

Menschlichkeit
Unparteilichkeit
Neutralität
Unabhängigkeit
Freiwilligkeit
Einheit
Universalität

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