Steirisches Rotes Kreuz: 2,7 Mio. ehrenamtliche Stunden im Jahr
Das steirische Rote Kreuz hat am Samstag im südsteirischen Laubegg (Bezirk Leibnitz) im Rahmen der Generalversammlung seinen Tätigkeitsbericht für das Jahr 2006 präsentiert.

Foto © APARotes Kreuz zieht Bilanz
Gleichzeitig wurden 30 Jahre Gesundheits- und Soziale
Dienste sowie 20 Jahre Rotkreuz-Jugend gefeiert. Präsident Werner
List erklärte, er sorge sich um die sinkende Zahl der Zivildiener.
Fleißige Sanitäter.
Rund 2,7 Millionen unbezahlte Dienststunden haben die
ehrenamtlichen Mitarbeiter des Roten Kreuzes in der Steiermark 2006
geleistet. Im Durchschnitt arbeiteten die Freiwilligen in der
Steiermark 330 Stunden im Jahr und liegen damit laut Werner
Kerschbaumer, dem stellvertretenden Generalsekretär des
Österreichischen Roten Kreuzes, österreichweit an erster Stelle. Alle
70 Sekunden rückte ein Einsatzfahrzeug der Rettung aus, insgesamt
wurden über 17 Millionen Kilometer Strecke zurück gelegt und 450.000
Menschen betreut.
"Deutlich spürbare" Erhöhung.
Obwohl die Einnahmen des Vereins leicht gestiegen sind,
verzeichnete man 2006 einen Verlust beim Rettungs- und
Krankentransport, den das Rote Kreuz für das Land, die Gemeinden und
die Sozialversicherungen durchführt. Die Dienstleistung musste daher
zum Teil durch Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanziert werden.
Deshalb fordert das Rote Kreuz vom Land Steiermark auch eine
entsprechende Anhebung des Rettungseuros für 2009 - derzeit beträgt
er vier Euro pro Einwohner einer Gemeinde. Landeshauptmann Franz
Voves versprach in seiner Rede, dass die Erhöhung für 2009
"deutlich spürbar" sein werde.
Mandgel an Zivi's.
Rot-Kreuz-Präsident List sorgt sich außerdem um die stets sinkende
Zahl der Zivildiener. Hatte man im Durchschnitt immer rund 500
Zivildiener zur Verfügung, ist mit den per 1. Juli 2007 zugeteilten
100 Zivildienern ein Tiefststand erreicht. Der Grund für den
"erheblichen Schwund" sei vor allem das neue Zivildienergesetz.
"Dieser Rückgang bedeutet eine um 30 Prozent verminderte Leistung",
so List. Von der vom Land Steiermark erhaltene Sondersubvention von
drei Millionen Euro für 2007 und 2008 seien deshalb heuer schon zwei
Millionen für Ersatzeinstellungen verwendet worden.
Features
Auftrag
..."das Leben von Menschen in Not und Sozial Schwachen durch die Kraft der Menschlichkeit zu verbessern".
Rot-Kreuz-Grundsätze
Menschlichkeit
Unparteilichkeit
Neutralität
Unabhängigkeit
Freiwilligkeit
Einheit
Universalität












