Verhandlungen über Steinbrucherweiterung brachte Erfolg
Verhandlungen zwischen Klöcher Basaltwerken und Steinbrucherweiterungs-Gegner brachten Erfolg. Man einigte sich auf einen Kompromiss.

Foto © AP
Doch einigermaßen überraschend kam am Montag die Meldung von Tieschens Bürgermeister Martin Weber, dass bezüglich der geplanten Erweiterung des Klöcher Basaltsteinbruches eine Einigung zwischen dem Projektwerber und der Bürgerinitiative "Pro Königsberg" erzielt worden sei. Einhelliger Tenor der Beteiligten: "Es wurde ein tragbarer Kompromiss erreicht."
Zur Vorgeschichte: Wie bereits mehrfach berichtet, hatte sich in Tieschen in Form der Bürgerinitiative "Pro Königsberg" heftiger Widerstand gegen das Erweiterungsprojekt formiert, weil aus verschiedensten Gründen um die Lebensqualität gefürchtet wird. Man akzeptiere Fläche und Tiefe des Vorhabens nicht, wurde formuliert. Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf Wasserhaushalt, Lärm, Natur und Umwelt wurden geäußert.
Gegenüber. Auf der anderen Seite hatte Adolf Weinhappl, Geschäftsführer der Klöcher Basaltwerke GmbH&CoKG, immer wieder darauf hingewiesen, dass eine Erweiterung der Abbaufläche des Steinbruches notwendig sei, um den Standort Klöch mittel- und langfristig zu sichern. Immerhin gehe es auch um 60 Arbeitsplätze. Derzeit läuft bekanntlich das Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung. Eine Entscheidung in erster Instanz wird zu Ferienbeginn erwartet. Und noch vorher soll eine schriftliche Vereinbarung, an deren Formulierung gerade die Rechtsanwälte arbeiten, von den beiden Gemeinden Tieschen und Klöch, den Klöcher Basaltwerken und der Bürgerinitiative unterzeichnet werden.
Ein tolles Ergebniss. Die Vereinbarung ist das Ergebnis intensiver Verhandlungen zwischen den Beteiligten. Bürgerinitiativen-Sprecher Karl Heinz Wohlkinger: "Ich persönlich war über die Fairness der Verhandlungen überrascht. Trotz konträrer Ausgangslage war das Verhandlungsklima sehr angenehm. Dafür möchte ich mich bei allen Mitstreitern aber auch den Vertretern der Klöcher Basaltwerke bedanken. Und das Erreichte ist für die Region die beste Lösung, weil man ja viele Gesichtspunkte betrachten muss." Bürgermeister Martin Weber spricht von einem "tollen Ergebnis". Und auch Weinhappl ist froh über den Kompromiss und hofft auf eine Projektgenehmigung in erster Instanz.
Vereinbarung. Die Vereinbarung selbst betrifft etwa die Abbaufläche. Hier verzichten die Basaltwerke auf ein Drittel der beantragten Fläche. Auch wurde ein klares Procedere bezüglich Entschädigungsleistungen und Beweissicherung bei etwaigen Schäden (Wasser, Gebäude, etc.) festgelegt. Außerdem wurde die Installierung eines Bürgerbeirates beschlossen.













