Wirbel um die WC-Gebühr
23 Tankstellen auf der Autobahn verlangen noch immer Toiletten-Gebühren. In Kärnten sind es sieben, in der Steiermark vier. Dabei ist die Asfinag im Sommer gegen die Tankstellenbetreiber sogar vor Gericht gezogen - denn die Klos müssten gratis sein.

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Der Lokalaugenschein der Kleinen Zeitung an Autobahn-Tankstellen zeigt es: Noch immer verlangen einige Betreiber die WC-Gebühr, meist mit einem Schildchen am Spendentisch, dass man "einen freiwilligen Beitrag" für das Reinigungspersonal wünsche. So wird in der Steiermark an den beiden Shell-Tankstellen in Gralla Ost und Gralla West und an der Autobahnstation Kaiserwald (OMV) noch immer eine WC-Gebühr eingehoben. In Gralla West und Kaiserwald ist auch eine Putzfrau im Bereich des Tisches anwesend. "Das freiwillige Geld ist ein Zusatzeinkommen für das Personal", erklärt eine der Damen. In Kammern will eine Autobahn-Tankstelle ebenfalls Geld für die Toilettenbenützung.
Österreichweit wollen 23 Tankstellenpächter eine Gebühr - allein in Kärnten sind es sieben Autobahn-Tankstellen.
"Bettelndes Personal"
Dabei ist die Asfinag im Sommer gegen die Tankstellenbetreiber sogar vor Gericht gezogen, denn laut einem Gerichtsurteil müssen die Autobahn-Klos gratis sein. Seither fordert die Asfinag ihre Vertragspartner an den Autobahnen auf, das Spendensystem abzustellen. Zuletzt durchgeführte Kontrolldurchgänge der Asfinag ergaben zwar erfreulicherweise, dass 129 der 159 Raststationen die Spenden-Gebühr-Praxis abgestellt haben, allein über den Sommer hätten 70 Betreiber die "Spenden" abgeschafft. Den 23 Unverbesserlichen aber droht man damit, wieder vor Gericht zu gehen.
Beim Mineralölriesen Shell reagiert man überrascht: "Wir waren der Meinung, dass das jetzt entsprechend umgesetzt wird", so Shell-Sprecherin Julia Gmeiner. Sie hält jedoch die Anwesenheit der Putzfrauen für legitim. Laut Asfinag sei aber "bettelndes Personal", das die gesammelten Münzen oder den Eingang hütet, verboten.












