"Niemand hat meinem Sohn geholfen"
Der Südsteirer Konstantin A. (24) wurde bei Schlägerei in Disco schwer verletzt. Seine Mutter erhebt nun Vorwürfe gegen die Mitarbeiter des Tanzlokals. Betreiber wehrt sich: "Haben sofort Rettung gerufen."

Foto © Helmut Weichselbraun/Sujet
Schwere Vorwürfe erhebt eine Südsteirerin, deren Sohn (24) in der Nacht auf Samstag bei einer Schlägerei im Tanzlokal "Freeday" in Gamlitz schwer verletzt wurde. "Niemand hat ihm geholfen, obwohl er geblutet hat. Ein Bediensteter hat ihn einfach auf die Stiege vor dem Lokal gesetzt. Erst ein Bekannter meines Sohnes hat die Rettung gerufen", behauptet die Frau. Seither liegt Konstantin A. im LKH Wagna. Der 24-Jährige musste drei Stunden lang am Knie und am Arm operiert werden. "Die Wunden heilen, aber die Unterlassung der Hilfeleistung schmerzt wirklich", so die Mutter.
Gegen zwei Uhr früh war es im Lokal zwischen dem 24-Jährigen und mehreren Gästen aus Leutschach zu einer Schlägerei gekommen. Dabei sollen die Kontrahenten dem Südsteirer mit einer Flasche auf den Kopf geschlagen haben. Auch als er bewusstlos auf dem Boden lag, sollen sie ihn geschlagen haben.
"Freeday"-Betreiber Johann Wratschko weist den Vorwurf der unterlassenen Hilfeleistung vehement zurück: "Ich war selbst dabei. Ein Mitarbeiter hat ihm rausgeholfen, weil er auf der Stirn geblutet hat. Sofort habe ich einen Kellner beauftragt, Rettung und Polizei zu rufen. Ein zweiter Kellner hat den Verbandskasten gebracht." Zudem habe sich ein zufällig anwesender Rettungssanitäter sofort professionell um den 24-Jährigen, der laut Wratschko "ständig Leute angestänkert hat", gekümmert. Vor dem Vorfall habe er A. fünf Mal gebeten, das Lokal zu verlassen - ohne Reaktion.












