Ein Weinberg in Violett
Lavendelsträucher halten Kitzecker Weinbauern das Ungeziefer fern.

Foto © Pachernegg
In Kitzeck im Sausal blitzen derzeit zwischen zahlreichen Rebstöcken violette Sträucher hervor. "Letztes Jahr wollte ich die Biolavendelregion Sausal entstehen lassen. Nun ist es soweit", erklärt Theresia Heigl-Tötsch vom Lavendelhof Wunsum.
Ziel des biologischen Projekts ist es, umweltfreundlicher und profitabler im Weinbaugebiet zu arbeiten. Durch den Duft des Lavendels soll Ungeziefer von den Weinreben ferngehalten werden. Heigl-Tötsch beschäftigt sich bereits seit etlichen Jahren mit Lavendel und hat die Weinbauern der Region nun auf die Idee gebracht, mit Lavendel zu experimentieren. Dem Konzept von Heigl-Tötsch haben sich mittlerweile drei Weinbauern der Region angeschlossen und Lavendelsträucher zwischen den Weinreben gepflanzt.
Violettes Experiment
Die Sträucher dienen den Bauern dabei als biologische Ungezieferabwehr. "Wir geben dem Lavendel eine Chance und haben den einzigartigen Versuch gewagt", erklärt Martin Pronegg, Weinbauer in Kitzeck. Auch die Weingüter Warga-Hack und Schwarz haben Versuchsreihen gepflanzt. "Bevor wir nächstes Jahr große Flächen mit Lavendel bepflanzen, muss geklärt werden, ob sich der Geschmack des Weins verändert hat", erklärt Weinbauer Johann Schwarz. Daher kann erst im Spätherbst ein Urteil über den weiteren Verlauf des Lavendelprojekts gefällt werden.
Schwarz hat in diesem Frühjahr eine 70 Meter lange Sauvignon-Rebstockreihe mit 150 Lavendelsträuchern der Sorte "Grosso" bepflanzt. "Dieser Lavendel zeichnet sich durch seine besonders großen dunkelvioletten Blüten aus und ist leicht zu trocknen", weiß Heigl-Tötsch, die den Weinbauern mit ihrem Fachwissen zur Seite steht.
Der Lavendel erfordert aber auch Pflege. "Arbeitsschweiß und Zeit habe ich in die violetten Blüten investiert", erklärt Schwarz. Die getrockneten Blüten werden nach der Ernte übrigens verkauft.












