Junge Römer feiern den 60er
Traditionsklub Flavia Solva hat viel erlebt und begeht 60-Jahr-Jubiläum.
FUSSBALL. 60 Jahre Flavia Solva - da ist einiges passiert. Die Erinnerungen an die sehr bewegte Geschichte des bedeutenden südsteirischen Fußballvereins werden am Samstag aufgefrischt. Ab 14 Uhr steigt im Römerstadion in Wagna die 60-Jahr-Feier.
1952 wurde der Verein unter Obmann Hermann Wölfl gegründet. Wölfl war gleichzeitig Kommandant des Flüchtlingslagers Wagna, aus dem alle Spieler kamen. Der Name "Flavia Solva" kommt von der Römer-Ausgrabungsstätte in der Nähe. "Die Spieler haben im Zementwerk in Retznei gearbeitet und sonst Fußball gespielt", erzählt Altbürgermeister Franz Trampusch.
Nach dem Start in der 2. Klasse Südwest schaffte man es 16 Jahre später in die Landesliga. 1972 gelang erstmals der Aufstieg in die Regionalliga, die zu dieser Zeit zweithöchste Spielklasse Österreichs. In Folge der ÖFB-Reform ging es zwei Jahre später aber einen Stock tiefer.
Es dauerte allerdings nicht lange, bis die Flavianer unter Trainer Fritz Klemencic wieder in der zweiten Division waren (1981). 1985 gelang beinahe der ganz große Coup. Mit Platz zwei schrammte man nur knapp am Aufstieg in die Bundesliga vorbei. Auch im Cup sorgte der Verein für Furore. 1994 schieden die Südsteirer vor der Rekordkulisse von 6300 Zuschauern im Römerstadion im Viertelfinale gegen Rapid Wien aus.
Ganz so viele Leute werden sich am Samstag wohl nicht am Stadiongelände tummeln. Dabei ist gute Stimmung garantiert. Auf ein Legendenspiel zwischen Flavia und Gralla (u.a. mit Kurt Nessl, Michael Krenn) folgen zwei Testspiele. Zuerst treffen die aktuellen "jungen Römer" auf Wildon und danach spielt der GAK gegen Rudar Velenje aus Slowenien. MARTIN MANDL
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