Einbruchsserie geklärt, zwei Täter in Haft
In der Nacht auf Mittwoch wurden zwei Jugendliche kurz nach einem Einbruch in ein Café in Kaindorf festgenommen. Im Lauf weiterer Ermittlungen konnten ihnen insgesamt 24 Einbrüche nachgewiesen werden.

Foto © Alterfalter - FotoliaSujet
LEIBNITZ. Eine Nachbarin hatte in der Nacht zum Mittwoch bei einem Gasthaus in Kaindorf Verdächtiges beobachtet und sofort die Polizei alarmiert. "Da dürften Einbrecher sein", so die Vermutungen der Frau. Und sie hatte recht: "Als die Patrouille am angegebenen Ort eintraf, schnappte sie zwei Einbrecher", so ein Beamter der Polizei Leibnitz (Kriminaldienstgruppe).
Es waren zwei junge Asylwerber, ein 16-jähriger Mazedonier und ein 17-jähriger Russe, die mit ihren Familien im Raum Leibnitz leben. Mittlerweile konnten den beiden Burschen und einem weiteren Mittäter, einem 16-jährigen Bürger der Russischen Föderation, 24 Einbrüche quer durch den Bezirk Leibnitz mit einem Schaden von rund 15.000 Euro nachgewiesen werden. Doch die Zahl könnte noch höher werden. Die Erhebungen sind noch nicht abgeschlossen.
Seit Februar sollen die drei Freunde, die sich von der Schule her kennen, von Tatort zu Tatort unterwegs gewesen sein. Mit Fahrrädern und zu Fuß, zuletzt auch mit einem Moped. Die Burschen schlugen bei Sportvereinshäusern, Buffets, Fahrschulen, Gasthäusern und Sportgeschäften die Fenster ein oder zwängten sie auf und stiegen dann ein. Gestohlen wurde vor allem Bargeld, aber auch Zigaretten, Süßigkeiten, Getränke und einige Paar Fußballschuhe. "Alles, was sie für den Eigenbedarf brauchten", so der erhebende Polizeibeamte.
Nach ihrer Ausforschung zeigten sich die jungen Asylwerber geständig. Der 16-jährige Mazedonier und der 17-jährige Russe wurden festgenommen und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert. Der Vorwurf: Verdacht des gewerbsmäßigen Diebstahls und des Diebstahls im Rahmen einer kriminellen Vereinigung. Der Dritte im Bunde wurde auf freiem Fuß angezeigt.
Ein Teil der Beute konnte übrigens bei den Jugendlichen noch sichergestellt werden: Zigaretten, etwas Bargeld und auch besagte Fußballschuhe.
DANIELE MARCHER











