Bub von Fremdem angesprochen
Vater vermutet, dass Mann Neunjährigen ins Auto locken wollte. Die Polizei beruhigt.
LEIBNITZ. "Mein Bub hat richtig reagiert. Er fing sofort an zu schreien und ist davon gelaufen", schilderte ein hörbar betroffener Leibnitzer einen vermeintlichen Vorfall vom vergangenen Donnerstag.
Demnach war sein neunjähriger Sohn, Schüler einer Volksschule in Leibnitz, nach Unterrichtsende auf dem Weg nach Hause. Nachdem er in einer Wohngegend am Stadtrand von Leibnitz aus dem Schulbus ausgestiegen war, fuhr von hinten langsam ein Auto mit Feldbacher Kennzeichen heran. "Der Fahrer hat die Scheiben heruntergekurbelt und meinen Sohn gefragt, ob er mit ihm nach Spielfeld fahren möchte", gab der Vater die Schilderungen seines Sohnes wieder. Der Bursche lief schreiend davon. Zwei Anrainer wurden auf den Vorfall aufmerksam. Nachdem sie den Jungen kurz beruhigt hatten, stellten sie den Fahrer des Fahrzeuges. Er wurde an der Weiterfahrt in der schmalen Gasse gehindert, die Polizei wurde alarmiert. Dort soll der Autolenker ausgesagt haben, dass er nur nach dem Weg nach Spielfeld fragen wollte.
Laut Landeskriminalamt gebe es immer wieder solche Fälle, in denen Kinder und Jugendliche tatsächlich angesprochen würden, um nach dem Weg oder ähnlichem zu fragen, dies aber aufgrund der Sensibilisierung falsch interpretiert werde. Auch gebe es immer wieder Meldungen über Personen, die Kinder in ihr Auto locken wollen, auf Facebook, die sich rasch verbreiten, ehe sie sich als Gerücht entpuppen. Verharmlosen dürfe man solche Fälle trotzdem nicht. Laut Polizei komme es aber nur sehr selten vor, dass tatsächlich jemand versucht, ein Kind in sein Auto zu locken.












