Der Protest geht weiter
Bestärkt vom Aus für die Bezeichnung Vulkanland fordern Kritiker nun eine Volksbefragung über die Ausrichtung des Bezirks Radkersburg.

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Die Gegner der geplanten Verschmelzung von Radkersburg und Feldbach zum Bezirk "Vulkanland" dürfen jubeln. Nach der Kehrtwende der beiden ÖVP-Landtagsabgeordneten Josef Ober und Anton Gangl ist zumindest der Name "Vulkanland" für die neue Verwaltungseinheit vom Tisch (siehe Bundesland-Thema auf den Seiten 14/15).
Damit allein geben sich viele im Bezirk Radkersburg jedoch nicht zufrieden. Vor allem im westlichen Teil rund um Mureck wollen die Stimmen nicht verstummen, die statt einer Fusion mit Feldbach ein Zusammengehen mit dem Bezirk Leibnitz anstreben. Darunter auch der Murecker Bürgermeister Josef Galler, der auf einen diesbezüglichen Gemeinderatsbeschluss verweist oder der Gemeindekassier von St. Peter am Ottersbach, Anton Solderer (wir berichteten).
Volksbefragung
Wie die Kleine Zeitung in Erfahrung bringen konnte, sollen diese Stimmen nun gebündelt und auf eine breitere Basis gestellt werden. Eine parteiübergreifende Unterschriften-Aktion steht bereits in den Startlöchern. Federführend mit dabei ist die Bezirks-FPÖ Radkersburg. "Wir fordern die Zurücknahme der Ankündigung, die Bezirke Radkersburg und Feldbach zusammenzulegen und eine Volksbefragung dazu, ob sich Radkersburg nach Feldbach oder Leibnitz orientieren soll", erklärt FPÖ-Bezirksobmann Gerhard Maier. Mittels Unterschriftenlisten und übers Internet sollen möglichst viele Unterstützungserklärungen für dieses Vorhaben gesammelt werden.
Bei der Bürgerliste Bad Radkersburg rennt man damit wohl offene Türen ein. Deren Chef, Martin Mikl, der sich für eine Ausrichtung an den Zentralraum Leibnitz-Graz ausspricht, fordert schon länger eine Volksbefragung zu diesem Thema: "Der Widerstand gegen den Namen Vulkanland war nur der Anfang. Die Leute wollen ihre Zukunft selbst mitbestimmen und eingebunden werden."
In die selbe Kerbe schlägt Armin Klein von den "Freunden der Radkersburger Bahn". Er wirbt nicht zuletzt wegen der deutlich besseren Verkehrsanbindungen für eine Fusion von Radkersburg mit Leibnitz anstatt mit dem Bezirk Feldbach.












