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Zuletzt aktualisiert: 12.04.2012 um 20:17 UhrKommentare

Eine Straße feiert ihre Wiedergeburt

Die Seibersdorferstraße (L 271) wird derzeit mit abgefrästem Asphalt von der nahen B 69 saniert. Das spart nicht nur hohe Kosten, sondern schont auch noch die Umwelt.

Schadhafte Asphaltflächen auf der B 69 werden ab- gefräst. Das Material wird direkt zur L 271 gebracht und dort eingebaut

Foto © LENHARDSchadhafte Asphaltflächen auf der B 69 werden ab- gefräst. Das Material wird direkt zur L 271 gebracht und dort eingebaut

Not macht erfinderisch - ein Sprichwort, das sich seit geraumer Zeit auch das Land in seiner Funktion als Straßenerhalter zu Herzen nimmt. Weil der Zustand der heimischen Straßen immer schlechter, das Budget für die Sanierung gleichzeitig aber knapper wird, setzt man verstärkt auf den Einsatz von Recyclingmaterial.

So wie aktuell auf der L 271 (Seibersdorferstraße) an der Bezirksgrenze zwischen Leibnitz und Radkersburg. "Diese Straße ist in einem sehr schlechten Zustand. Aufgrund der eingeengten finanziellen Möglichkeiten wurde nach einer möglichst kostengünstigen Methode zur Sanierung gesucht", erklärt Franz Kortschak, Chef der zuständigen Baubezirksleitung Feldbach.

In die Hände gespielt hat ihm dabei die streckenweise Sanierung der nahen B 69. Seit Anfang der Woche werden dort auf drei Teilstücken zwischen Gersdorf und Mureck schadhafte Asphaltflächen abgefräst. Das dabei gewonnene Asphaltgranulat wird direkt zur Seibersdorferstraße gebracht, wo es als Frostschutzmaterial für den ungebundenen Unterbau eingebaut wird.

"In Summe werden etwa 2000 Tonnen Granulat auf diesem rund ein Kilometer langen Teilstück eingebaut", erklären Anton Fink und Georg Lamprecht, die für die Baubezirksleitung vor Ort für die korrekte Ausführung verantwortlich sind. Die notwendigen Vorarbeiten wie etwa eine Fahrbahnverbreiterung wurden kostensparend von Mitarbeitern der Straßenmeisterei Mureck West geleistet.

100.000 Euro pro Kilometer

Das größte Einsparungspotenzial liegt aber in der Wiederverwertung des Fräsguts. Schließlich fallen nicht nur die Kosten für die Anschaffung neuen Baumaterials, sondern auch jene für die Entsorgung des Asphaltgranulats weg. Experten rechnen mit einer Ersparnis von rund 100.000 Euro pro saniertem Straßenkilometer.

Einziger Haken: Weil sich eine Tragschicht aus aufbereitetem Granulat leichter verformt, kann es nur bei Straßen mit einem geringen Lkw-Anteil und einer Frequenz von weniger als 1000 Autos pro Tag eingebaut werden.

ROBERT LENHARD

Kommentar

ROBERT LENHARDWeiterrumpeln von ROBERT LENHARD

FAKTEN

Die L 271, Seibersdorferstraße, wird derzeit auf einer Länge von rund einem Kilometer saniert und verbreitert.

Dabei wird für den Unterbau Asphaltgranulat verwendet, das auf der nahen B 69 abgefräst wurde.

Die Asphaltschicht soll Anfang Juni folgen.

Kosten: Rund 200.000 Euro.

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