Planksee-Pleite: Wohin führt der Weg?
Manfred Grinschgl, der Besitzer der Freizeitanlage Planksee, ist in Konkurs. Die Verbindlichkeiten betragen über drei Millionen Euro.

Foto © WieserPlanksee
Ein kleiner Konkurs scheint es nicht zu sein", heißt es von Seiten des Alpenländischen Kreditorenverbandes AKV. Tatsächlich wurde über Manfred Grinschgl, Landwirt und (früherer) Erdbewegungsunternehmer aus Graschuh bei Stainz, in der Vorwoche die Insolvenz eröffnet. "Die Verbindlichkeiten betragen jenseits der 3,4 Millionen Euro", wird verlautbart. Die größten Gläubiger sollen Banken sein, wer den Insolvenzantrag eingebracht hat, wurde nicht bekannt gegeben. Eine endgültige Gläubigerliste wird erst erstellt.
So weit, so schlecht. Grinschgl ist aber auch grundbücherlicher Mehrheitseigentümer, also Besitzer, der Freizeitanlage Planksee in der Südsteiermark. Am Planksee hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme gegeben. Nun herrscht dort erneut Unsicherheit. "Keiner weiß nun, wie es weitergeht", so Rosa Spindler, eine der Miteigentümerinnen am Planksee. Rund 300 Eigentumsanteile gibt es dort, zwei Drittel davon besitzt Emmerich Brunner als außerbücherlicher Mehrheitseigentümer. Er möchte sich zur Causa nicht äußern: "Jetzt darüber zu reden, ist noch zu früh."
Auch Manfred Grinschgl hält sich bedeckt: "Aus rechtlichen Gründen darf ich nichts sagen." Nur soviel: "Die Eigentümer können am Planksee bleiben, ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die die Pachtverträge gekündigt werden." Die Gründe für die Millionen-Insolvenz? "Es gab mehrere Faktoren. Dass mir die Miteigentümer am Planksee Probleme bereitet haben, war für die wirtschaftliche Seite natürlich nicht gut."
Zum Masseverwalter wurde Philipp Casper (Graz) bestellt. Die erste Gläubigerversammlung ist übrigens für den 3. Oktober geplant.













