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Zuletzt aktualisiert: 19.03.2011 um 20:16 UhrKommentare

Vom ehrenvollen Amt, anderen Gutes zu tun

Freiwillige Mitarbeiter begleiten in vielen Organisationen Menschen von der Geburt bis zum Tod. Ihr Ehrenamt verstehen sie dabei als Pflicht.

Sie geben der Gesellschaft etwas zurück: Julie Melzer (3.v.l.), die Leiterin des Seniorenzentrums in Wagna, mit Betreuerin Ingrid Resch (2.v.l.) und einigen Ehrenamtlichen.

Foto © Marina KochSie geben der Gesellschaft etwas zurück: Julie Melzer (3.v.l.), die Leiterin des Seniorenzentrums in Wagna, mit Betreuerin Ingrid Resch (2.v.l.) und einigen Ehrenamtlichen.

Die EU-Kommission hat 2011 zum Jahr der Freiwilligentätigkeit ausgerufen. Damit wird auf Ehrenamtliche und ihre Organisationen aufmerksam gemacht. In der Steiermark engagieren sich mehr als 40 Prozent freiwillig. Viele Vereine sind auf den Einsatz von Ehrenamtlichen angewiesen - auch in unserer Region.

Im Volkshilfe Seniorenzentrum in Wagna sind 23 freiwillige Helfer zwischen 27 und 78 Jahren im Einsatz. "Die Arbeit mit den Senioren schließt eine Leere bei mir, einem wird so viel Liebe entgegen gebracht", erzählt Herta Meister (72). Sie kommt bis zu sechsmal wöchentlich ins Heim, um die alten Menschen zu besuchen. "Zuhören ist das Wichtigste, die Pfleger haben dafür zu wenig Zeit", weiß Sandra Zangel (27), selbst derzeit karenzierte Krankenpflegerin. Im Seniorenzentrum wird Rücksicht auf Kompetenzen genommen: "Jeder der Freiwilligen soll das machen, was er gut kann. So haben wir etwa eine Einkäuferin, einen Musiker und eine Handarbeiterin gefunden", erklärt Seniorenbetreuerin Ingrid Resch. Dennoch begreifen die Helfer ihr "Ehrenamt als Pflicht", wie Herta Meister ihre Tätigkeit definiert.

Mit Blaulicht und Sirene

Sebastian Döltl ist 20 Jahre alt. Er ist beim Roten Kreuz in Deutschlandsberg im Rettungsdienst. Der angehende Medizinstudent kam über seinen Zivildienst zur Organisation und "ist dann hängen geblieben". Im Bezirk ist er einer von 300 Rettungsleuten. "Ich bin gerne bei der Rettung. Es ist abwechslungsreich und man hat gute Fortbildungsmöglichkeiten." Das schönste Ereignis für Sebastian war eine Geburt im Rettungswagen. "Ich war Geburtshelfer bei der kleinen Anne-Marie".

Kathi Schober (25) kommt aus Oberschwarza. Neben ihrer Arbeit als Buchhalterin ist sie seit elf Jahren freiwillige Feuerwehrfrau in ihrem Heimatort. "Bei uns ist die ganze Familie bei der Feuerwehr. Darum wollte ich auch dazu gehen und bin gemeinsam mit zwei Freundinnen eingetreten". Die Florianis in Oberschwarza bestehen aus 40 aktiven Mitgliedern zwischen 13 und 75 Jahren. Kathi ist "Löschmeister der Verwaltung" und Schriftführerin. Sie war schon öfter bei "technischen Einsätzen", also Unfällen dabei, "etwas Gröberes ist zum Glück dabei noch nie passiert."

Ehrenamt hat also viele Gesichter und Motive, die der Gesellschaft etwas zurückgeben.

MARINA KOCH

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