"Wettlauf zum Südpol": Steirer mit von der Partie
Die Kandidaten für den "Wettlauf zum Südpol" stehen fest. Der Steirer Alex Serdjukov ist mit dabei, wenn der "Herminator" die Wettkampftruppe zum Südpol führt.

Foto © APA - ORFKaltblütiges Team: Tom Walek, Alex Serdjukov, Sabrina Grillitsch, Hermann Maier
"Mich bringt keiner auf die Malediven. Ich hab' mehr Freude, wenn man mich nach Grönland schickt", sagt Alex Serdjukov.
Grönland muss warten. Seit gestern Abend ist es fix: Der 38-jährige Kaindorfer mit russischen Urgroßeltern hat sich für den ORF-"Wettlauf zum Südpol" qualifiziert. Neben der Soldatin Sabrina Grillitsch aus Tirol ist der Schlittenhundeführer der zweite Kandidat, der aus fast 10.000 Bewerbern für das TV-Abenteuer mit Hermann Maier und Tom Walek ausgewählt wurde. Wettlaufgegner ist ein vierköpfiges Team aus Deutschland rund um Talkmaster Markus Lanz und Entertainer Joey Kelly. Ins ewige Eis geht es am 10. Dezember, der ORF zeigt die frostige Reise im Februar.
Warum tun Sie sich das an?
ALEX SERDJUKOV: Als Schlittenhundeführer ist meine Faszination für Eis & Schnee berufsbedingt. Und eine Chance wie den "Wettlauf zum Südpol" kriegt man nur einmal im Leben. Es waren ja schon mehr Menschen am Mount Everest als am Südpol.
Haben Sie die Casting-Teilnahme lange überlegt?
SERDJUKOV: Nein. Ich hab' gespürt, dass ich das schaffen kann. Lustig waren dann die Fangfragen. Etwa: "Wie verhalten Sie sich bei Konfrontation mit einem Eisbären?" Da hat sich die Hälfte der Bewerber selbst selektiert, weil die nicht wussten, dass am Südpol der Pinguin heimisch ist, nicht der Eisbär.
Wie waren die Auswahl-Camps für Sie?
SERDJUKOV: Wir mussten zum Beispiel stundenlang Autoreifen durch den Schlamm ziehen oder um fünf Uhr früh bei sechs Grad Außentemperatur und acht Grad Wassertemperatur durch einen See schwimmen.
Das macht Ihnen nichts?
SERDJUKOV: Gar nichts! Nur wenn das Wasser 30 Grad gehabt hätte, wäre ich wohl gestorben! Ich bin sehr hitzeempfindlich.
Welche Bedingungen erwarten Sie in der Antarktis?
SERDJUKOV: Die höchstgelegene, trockenste und kälteste Eiswüste der Welt. Schlafmangel. Erschöpfung. Auf unseren 30-km-Märschen verbrauchen wir pro Tag 10.000 Kalorien, können aber nur 6000 zuführen. Ich muss jetzt also essen wie ein Drescher, damit ich vorab fünf, sechs Kilo zunehme.
Features
Zur Person
Alex Serdjukov: geboren am 24. Juli 1972 in Wagna, wohnhaft in Kaindorf bei Leibnitz.
Erfolge: mehrfacher Schlittenhunderennen-Europameister, zweifacher Vizeweltmeister. Infos: www.huskycamp.at
Der Wettlauf zum Südpol startet am 10. 12.













