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Zuletzt aktualisiert: 07.08.2009 um 05:52 UhrKommentare

Schilling bleibt liebstes Geld

Die Kärntner horten zuhause eine Milliarde Schilling. Scheine, die gefunden werden, können im Euro-Bus eingetauscht werden.

Foto © APA

Niemand kann den echten Grund dafür nennen: Nach Berechnung der Nationalbank horten die Kärntner noch Münzen und Scheine im Wert von einer Milliarde Schilling. Die Menschen, die das "alte Geld" zum Umtauschen bringen, berichten von den skurrilsten Verstecken. Nicht nur im Polster finden sich Schillinge, auch hinter Kühlschränken, in Bilderrahmen oder unter dem Teppich. Aber es gibt auch Leute, die für die alte Währung eine praktische Verwendung gefunden haben, nämlich als Spielgeld bei "Monopoly". Jetzt bereist der "Euro-Bus" wieder Kärnten, um der Bevölkerung die Gelegenheit zu geben, aus Schillingen Euros zu machen.

Eurobus

Die Erfolgsquote ist hoch. Allein im Vorjahr haben die Kärntner 2,6 Millionen Euro zum Eintausch gebracht, Als Regel gilt: Alle Zahlungsmittel, die zum Zeitpunkt der Euro-Einführung gültig waren, können ohne Zeitlimit in die neue Währung umgetauscht werden. Beeilen müssen sich all jene, die noch alte Zwanziger mit dem Bildnis von Carl Ritter von Ghega haben. Die nämlich können nur mehr bis Ende September zu "echtem

Geld" gemacht werden, weil sie zur Euro-Einführung nicht mehr gültig waren. Im Euro-Bus kann man sich auch über die Sicherheits-Merkmale der Euro-Scheine informieren, mit deren Hilfe zu erkennen ist, ob ein Schein echt oder eine Blüte ist. Das ist dringend notwendig, wenn man weiß, dass die Zahl der in Österreich aufgetauchten Fälschungen im Halbjahresvergleich von 4874 auf 5613 Stück angestiegen ist.

Allerdings liegt der österreichische Anteil an den Fälschungen in Europa bei 1,4 Prozent und bleibt damit gering. In Kärnten sind die Fälschungen gegen den österreichischen Trend von 212 auf 179 zurückgegangen. Die meistgefälschte Banknote ist der 100er. Die Nationalbank empfiehlt, jeden 100-Euro-Schein, den man entgegennimmt, auf Echtheit zu prüfen.

Friedrich Fasching, Leiter der Nationalbank-Zweigstelle Süd erklärt das Prüfprinzip: Fühlen-Sehen-Kippen. Ertasten kann man ein Relief auf der Vorderseite. Ein Hologramm zeigt je nach Neigungswinkel ein Architektur-Motiv oder die Wertzahl des Scheines. Wenn man die Banknote gegen das Licht hält, sieht man ein Wasserzeichen und einen Sicherheitsfaden. Es gibt keine Fälschungen die alle drei Sicherheitsmerkmale aufweisen.

Stationen

Der Eurobus der Nationalbank steht heute im Landhaushof in Klagenfurt, am 8.8. am Villacher Hauptplatz, am 10.8. am Burgplatz in Spittal, am 11.8. am Hauptplatz von Völkermarkt und am 12.8. am Rathausplatz von Wolfsberg. Geldtausch und Information 9 bis 18 Uhr.

ROBERT BENEDIKT

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