Südsteirischer Fleischwarenhersteller Kristo insolvent
Die Überschuldung beträgt rund 2,74 Mio. Euro.

Foto © APASujetbild
Über das Vermögen der Kristo Wurst- und Schinkenspezialitäten GmbH aus dem südsteirischen Leibnitz wird diese Woche beim Landesgericht Graz die Insolvenz eröffnet. Dies teilten die Kreditschützer AKV, Creditreform und KSV am Montag mit. Betroffen sind 42 Dienstnehmer und rund 140 Gläubiger. Die Passiva dürften sich auf rund 4,41 Mio. Euro belaufen, ihnen stehen Aktiva von rund 1,67 Euro gegenüber, so der Österreichische Verband Creditreform. Die Überschuldung beläuft sich somit laut AKV auf rund 2,74 Mio. Euro. Der Jahresumsatz belief sich dem AKV zu Folge zuletzt auf rund 6 Mio. Euro.
Frühwirt Feinkost. Das Unternehmen wurde 2005 im Zuge eines Management Buy-out gegründet und ist im Groß- und Einzelhandel mit Fleisch und Fleischwaren unter dem Markennamen Frühwirth Feinkost tätig. Außerdem werden die Fleischverarbeitung sowie der Einzelhandel mit Geflügel und Wild betrieben. Der Betrieb entwickelte zudem ein Nahrungsmittelprodukt, das ermöglicht, Schinken ohne Konservierungsmittel zu produzieren. Für dieses Produkt konnte im Jahr 2006 Rewe als Hauptkunde gewonnen werden.
Steigende Rohstoffpreise als Ursache. Nach eigenen Angaben resultiert die schlechte wirtschaftliche Lage des Unternehmens hauptsächlich aus den steigenden Rohstoff- und Energiepreisen. Aufgrund eines Brandschadens in der Werksanlage konnten die prognostizierten Geschäftszahlen nicht erreicht werden. Hinzu kamen erhebliche Forderungsausfälle, die im Jahr 2007 zu einem negativen Ergebnis führten. Nach weiteren Kostenanstiegen auf dem Rohstoff- und Energiesektor im heurigen Jahr, die nicht sofort an die Kunden weitergegeben werden konnten, wurde versucht, mit Hilfe von Kooperationspartnern die Situation zu verbessern.
Masseverwalter bestellt. Die Finanzierung eines Unternehmensfortbetriebes ist laut KSV derzeit nicht gesichert. Dem zu bestellenden Masseverwalter werde es daher vorbehalten sein, eine etwaige Möglichkeit zur Fortführung des Unternehmens oder aber eine Übertragung des Unternehmens an eine Auffanggesellschaft zu prüfen, hieß es.













