Haupt- und Nebenfront
Vierer-Teams gehen für SP und VP in die Verhandlungen. Voves-Papier für die FPÖ. Siegfried Nagl wehrt sich.

Foto © KanizajSetzte sich als Nummer zwei in der SPÖ durch: Schrittwieser
Bei der ÖVP war die Sache bereits klar, die SPÖ einigte sich am späten Nachmittag auf die Namen ihrer Verhandler zur Regierungsbildung. Deren Namen sind insofern bedeutsam, als allgemein Rückschlüsse auf die Zusammenstellung der künftigen Landesregierung gezogen werden können. Bei der ÖVP verhandeln neben Parteichef Hermann Schützenhöfer die Obleute der wichtigsten Teilorganisationen: Landesrat Christian Buchmann (Wirtschaftsbund), Gerhard Wlodkowski (Bauernbund) sowie ÖAAB-Chef Christopher Drexler als Chef des Landtagsklubs.
Bei der SPÖ, die einen ihrer bisherigen fünf Regierungssitze verliert, fiel eine Vorentscheidung: Als Nummer zwei hinter Franz Voves wurde Landeshauptmann-Vize Siegfried Schrittwieser nominiert, gefolgt von Landesrätin Bettina Vollath und Klubchef Walter Kröpfl. Am Dienstag um 14 Uhr starten in der Grazer Burg die Verhandlungen - vermutlich mit der Übergabe von Positionspapieren. In den folgenden Tagen und Wochen werden die Detailverhandlungen wohl ohne die Chefs laufen, diese kommen offiziell erst am Ende wieder ins Spiel - wenn es ans Eingemachte, an die Vergabe der Ressorts und die damit verbundenen Posten in angeschlossenen Bereichen geht.
Für einige Irritationen bei der ÖVP könnte eine Sitzung der FPÖ-Spitze am Donnerstag sorgen. Hier soll dem Vernehmen nach über ein Papier gesprochen werden, das Parteichef Gerhard Kurzmann von Voves erhalten haben soll. Was darin steht, wollte am Montag in der FPÖ noch niemand sagen.
Für Spannung ist auch am Dienstag, gesorgt, wenn der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl zu einer Pressekonferenz ruft. Dem Vernehmen nach ist eine Abrechnung mit der Landespartei geplant, er will sich nicht die ganze Schuld für das schlechte Ergebnis der ÖVP in Graz in die Schuhe schieben lassen.



















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