Personal-Karussell: Wer kommt und wer "gegangen wird"
Viele der 56 Landtagsabgeordneten stehen fest - die "Manövriermasse" von SPÖ und ÖVP bei der Landesliste wurde durch die Mandatsverluste viel kleiner.

Foto © Kanizaj/ BauerKommt: Eva Maria Lipp (Grüne) und Sabine Jungwirth (Grüne)
Während die FPÖ-Spitze unter dem künftigen Landesrat Gerhard Kurzmann bei der Vergabe von Landtagsmandaten fast im Überfluss der Möglichkeiten schwelgen kann, müssen Rot und Schwarz notgedrungen mit dem neuen Mangel zurechtkommen.
Die SPÖ verlor in der Ost- und in der Obersteiermark je ein Grundmandat. Das sollte hinter den im Wahlkreis 3 vorne gereihten Franz Schleich, Wolfgang Böhmer und Siegfried Tromaier den Loipersdorfer Betriebsrat Klaus Konrad treffen. In der Obersteiermark (Wahlkreis 4) sind nur noch acht Mandate da. Logische Anwärter sind Manfred Wegscheider - wenn er nicht in der Landesregierung bleibt -, Anton Lang, Waltraud Bachmaier-Geltewa, Ewald Persch, Markus Zelisko, Gabriele Kolar, Gerald Schmid und Monika Kaufmann.
Geradezu kommod die Lage in Graz und Umgebung (Wahlkreis 1), weil Martina Schröck in den Grazer Stadtsenat wechselte. Die sechs Grundmandate dürften Klaus Zenz, Ursula Lackner, Werner Breithuber, Johannes Schwarz, Renate Bauer und Alexia Schrempf-Getzinger gehören. In der Weststeiermark (Wahlkreis 2) sind Walter Kröpfl - Favorit für den Klubobmann -, Detlev Gruber, Martin Weber und Karl Petinger logische Mandatare. Auf der Landesliste gibt es zwei Mandate. Gut platziert sind hier die beiden Obersteirer Helga Ahrer und Max Lercher, der Juso-Chef.
Die ÖVP verlor in Graz eines der sechs Grundmandate. Christopher Drexler, Wolfgang Kasic, Barbara Riener, Gregor Hammerl und Edi Hamedl gelten als "gesetzt". Sollte Drexler sein Mandat auf der Landesliste - neben dem für Bernhard Rinner wäre noch ein Restmandat frei - annehmen, könnte im Wahlkreis Alexandra Pichler-Jessenko zum Zug kommen.
Im Wahlkreis 2 sind die "Dinosaurier" Erwin Dirnberger, Peter Tschernko, Anton Gangl und Manfred Kainz in mehrfacher Hinsicht abgesichert. Die sechs Grundmandate in der Oststeiermark gehen an Franz Majcen, Erwin Gruber, Josef Ober und Bernhard Ederer sowie an die Neuen Hubert Lang und Angelika Neuhold. Bemerkenswert im Wahlkreis 4: zwei Frauen neben drei Männern. Neben Peter Rieser, Odo Wöhry und Karl Lackner schafften Eva Maria Lipp und Manuela Khum den direkten Sprung in den Landtag.
Einfacher ist durch das Wahlergebnis die Sache bei Grünen und KPÖ. Weil Werner Kogler im Nationalrat bleibt, bekommt Sabine Jungwirth das Grazer Grundmandat. Die Restmandate gehen an Ingrid Lechner-Sonnek und den Obersteirer Lambert Schönleitner.
Bei der KPÖ bleiben nur noch Claudia Klimt-Weithaler und Werner Murgg übrig. Bekanntlich haben die Wähler den Mandatsstand dieser Partei halbiert.
Einen weiteren Verlust hat die SPÖ im Bundesrat zu verzeichnen. Einer ihrer fünf Sitze geht an die FPÖ, die ÖVP behält ihre vier. Diese Mandate erlöschen automatisch, die Bestellung erfolgt im Landtag nach dem Willen der Parteien, denen Sitze in der Länderkammer durchs Wahlergebnis zustehen. Über diese ebenfalls begehrten Mandate wird normalerweise spät entschieden.



















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