Landtagswahl in der Steiermark hat begonnen
Der Urnengang in der Steiermark birgt einige Brisanz: Zum einen geht es um die Frage, ob es der ÖVP gelingt, bereits nach fünf Jahren sozialdemokratischem "Intermezzo" ein schwarzes Kernland zurückzugewinnen, zum anderen wird das Ergebnis auch für die Bundespolitik von Bedeutung sein.

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In der Steiermark hat die Landtagswahl begonnen, die ersten Wahllokale haben seit 05:00 Uhr geöffnet. 966.000 Wahlberechtigte sind heute, Sonntag, zu den Urnen gerufen, um über die Zusammensetzung des Landtages für die nächsten fünf Jahre zu entscheiden. Das letzte Wahllokal schließt um 16:00 Uhr, ein vorläufiges Endergebnis soll um 19:00 Uhr vorliegen. Aufgrund von rund 63.000 ausgegebenen Wahlkarten könnte - bei einem knappen Ergebnis - erst nach deren Auszählung am kommenden Dienstag oder gar erst am 4. Oktober feststehen.
Rund 55.000 Wahlberechtigte haben ihre Stimme schon am vorgezogenen Wahltag deponiert. Ihre Stimmen werden mit den am Wahltag abgegebenen mitgezählt. Erstmals sind schon 16-Jährige wahlberechtigt, wodurch vier Prozent mehr als vor fünf Jahren, so viel wie noch nie, ihr Votum abgeben dürfen. Eine weitere Neuerung, die Briefwahl, könnte im Falle eines knappen Ergebnis aufgrund der Fristenläufe für eine verspätete Kür des Wahlsiegers sorgen - rund 63.000 Wahlkarten wurden ausgestellt.
Der Urnengang in der Steiermark birgt einige Brisanz: Zum einen geht es um die Frage, ob es der ÖVP gelingt, bereits nach fünf Jahren sozialdemokratischem "Intermezzo" ein schwarzes Kernland zurückzugewinnen, zum anderen wird das Ergebnis - 14 Tage vor der Wien-Wahl - auch überregional und für die Bundespolitik von Bedeutung sein. In einem kurzen, aber intensiv geführten Wahlkampf blieben Themen untergeordnet, zuletzt spitzte sich alles auf das Duell der beiden Spitzenkandidaten von SPÖ und ÖVP zu. Aufreger war das Anti-Minarett-Onlinespiel der FPÖ, das mittlerweile gerichtlich anhängig ist.
Laut Prognosen könnte es ein Kopf-an-Kopf-Rennen von SPÖ und ÖVP geben, wobei die bereits zurückliegende SPÖ unter Landeshauptmann Franz Voves in der Intensivphase des Wahlkampfs aufgeholt haben soll. Die ÖVP unter Hermann Schützenhöfer, der Zurückeroberung des LH-Sessels nach der Wahlschlappe von 2005 zunächst auf zwei Periode angelegt hatte, war zuletzt immer zuversichtlicher geworden. Schützenhöfer selbst gab sich aber stets vorsichtig.
Wesentlich für den Ausgang an der Spitze und die nach dem Proporzsystem gebildete Regierung wird das Abschneiden der FPÖ sein, der auch ein Regierungssitz zugetraut wurde. Die KPÖ, nach dem Abtreten von Ernest Kaltenegger schon totgesagt, lag bei jüngsten Umfragen wieder auf ihrem Niveau von 2005, die Grünen auch kaum über ihrem - eher schlechten - Ergebnis von vor fünf Jahren. Offen ist, ob das BZÖ den Sprung in den Landtag schafft.
Zur Wahl stehen landesweit sieben Parteien - SPÖ, ÖVP, KPÖ, Grüne, FPÖ, BZÖ und "Die Christen CPÖ" - sowie nur im Wahlkreis Obersteiermark die Liste "Puma".






















