Los-Entscheidung könnte bei steirischer Regierungsbildung eine Rolle spielen
Bei den Rechenspielen über die künftige Zusammensetzung der Landesregierung spielt auch das Los eine Rolle. Das ist bis jetzt zwar noch nie passiert, die Vorkehrungen sind aber getroffen.

Foto © Erwin ScheriauBei der Wahl des Landeshauptmanns könnte der Zufall eine Rolle spielen
Zwar ist ein derartige Entscheid bisher noch nie zustande gekommen, das D'Hondtsche Ermittlungsverfahren macht es aber gar nicht so unwahrscheinlich. Dass über den Landeshauptmann so entschieden werden könnte, ist hingegen äußerst unwahrscheinlich.
Die neun Regierungssitze errechnen sich aus den 56 Mandaten. Die jeweilige Mandatszahl dividiert durch 1, 2, 3, 4, 5 ergibt in der Reihenfolge der höchsten Ergebnisse die Zahl der Regierungsmitglieder. Rein rechnerisch wäre es also möglich, dass beispielsweise bei einem Stand von 25:20:5:5:1 auf zwei, nämlich das achte und das neunte Mandat vier Parteien (ausgenommen jene mit einem Mandat) das gleiche Anrecht hätten. Vom Equipment her sind die Vorkehrungen für einen derartigen Eventualfall getroffen - offen ist, wer die "Glücksfee" spielen darf.
Theoretisch könnte ein Losentscheid auch bei der Wahl des Landeshauptmannes möglich sein, wenn sich ein Patt ergibt. Da die LH-Wahl jedoch nicht unbedingt bei der Konstituierung des Landtags stattfinden muss, würde dieses Problem wohl mit großer Wahrscheinlichkeit auf dem Verhandlungswege gelöst werden.






















